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Kommentar zu den Festnahmen in Russland

Knüppel statt Zuckerbrot

Man habe Informationen, ein Teil der jugendlichen Demonstranten in Moskau sei am Sonntag für Geld auf die Straße gegangen. Das erklärte gestern Kremlsprecher Dmitri Peskow.

28.03.2017
  • Stefan Scholl

Moskau. Für die politische Elite um Wladimir Putin sind russische Jugendliche, die aus freien Stücken gegen Putin auf die Straße gehen, tatsächlich etwas Absurdes. Aber dass man schon Teenagern Käuflichkeit unterstellt, spricht nicht eben für Hochachtung vor dem eigenen Volk.

Ein Großteil der Staatsmedien ignorierte die landesweiten Proteste, andere versuchten, sie möglichst klein oder hässlich darzustellen. Für die halbstaatliche Öffentlichkeit in Russland gilt die demokratische Opposition als isoliertes und aussichtsloses Häuflein von „Volksverrätern“, die vom Westen ausgehalten werden. Aber dass auf deren Kundgebungen vermehrt Studenten und gar Schulkinder auftauchen, lässt ahnen, dass die Propaganda des eigenen politischen Systems nicht mehr richtig funktioniert. Auch ein Großteil der Teenager, in Russland bekanntlich wie anderswo romantischer als die Erwachsenen, will sich nicht mehr am Jubel über die Wiedergewinnung der Krim und am Kriegsgeschrei über die Vorwärtsverteidigung „Neurusslands“ in der benachbarten Ukraine erwärmen.

Wirtschaftlich hat ihnen das Vaterland weder steile Karrieren noch hohe Löhne zu bieten. Angesichts der ökonomischen Dauerflaute droht das Zuckerbrot des Kremls immer knapper zu werden. Aber am Sonntag hat die Staatsmacht gezeigt, dass sie auch andere Instrumente einzusetzen versteht. Nur ob man die Peitsche, Knute oder Gummiknüppel nennt: Auf Dauer sollten sich Putin und seine Ratgeber etwas anderes einfallen lassen.

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28.03.2017, 06:00 Uhr
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