Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Land am Rand

Klimarettung à la Hohenlohe

10.02.2018

Von HANS GEORG FRANK

Untermaßholderbach. Beliebte Ziele koreanischer Gäste sind üblicherweise Heidelberg, Neuschwanstein und das Hofbräuhaus in der Feinstaub-Metropole München. Ein kleines Nest in Hohenlohe wie Untermaßholderbach steht kaum auf dem Reiseplan. Als jüngst Dong Soo Park mit zwei Dutzend Landsleuten in dem Örtchen bei Öhringen auftauchte, war die Überraschung so groß wie die Ehre, diese Gruppe begrüßen zu dürften. „Sie sind in Südkorea berühmt“, sagte Herr Park mit strahlendem Lächeln.

Tatsächlich hatten es die Besucher aus Fernost nicht auf Bier und Bratwurst abgesehen. Sie wollten alles wissen über Klimaneutralität, Nahwärme, Ökobilanz vergorener Gülle von Rindern und Schweinen, über Holzhackschnitzel, Solarkollektoren, Heizzentralen und Pufferspeicher. Auch Spitzenlastabdeckung und Überwachung wurden abgefragt. Untermaßholderbach ist ein Bioenergiedorf, dessen Einwohner sich selber versorgen und dem Rest der Welt nicht schaden. Zwei Beamtinnen der Regierung in Seoul waren ebenso wissbegierig wie die 20 Doktoranten des Umweltingenieurwesens. Was sie im winzigen „iha chengjeong janglo jag-eun man“ – so übersetzt Google den Ortsnamen – gelernt haben, soll nach Möglichkeit in dem prosperierenden Industriestaat mit 52 Millionen Einwohnern umgesetzt werden.

Die Hohenloher sind gastfreundlich, geben gerne Auskunft über ihre Errungenschaften. Es müssen ja nicht alle Klimaretter nach Untermaßholderbach pilgern. Mit Füßbach und Siebeneich gibt es noch zwei weitere Bioenergiedörfer. Hans Georg Frank

Zum Artikel

Erstellt:
10. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+