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Zentrale Fragen offen

Klimakonferenz geht in Endrunde - Viel Arbeit für die Minister

Beim Weltklimagipfel in Paris ist noch kein Knackpunkte aus dem Weg geräumt. Nun verhandeln die Minister. Ein Durchbruch dürfte vor allem von Zusagen für Finanzhilfen an Entwicklungsländer abhängen.

07.12.2015
  • DPA/EPD

Paris. Bei der UN-Weltklimakonferenz ist eine wichtige Etappe geschafft: Die Unterhändler haben sich auf einen neuen Vertragstext verständigt. Vertreter der 196 Verhandlungspartner akzeptierten den überarbeiteten Text am Samstag als Basis für die heute beginnenden Gespräche auf Ministerebene.

Der Vertragsentwurf ist auf etwa 20 Seiten gekürzt worden, enthält aber an vielen Punkten noch mehrere widersprüchliche Varianten. Die zentralen Fragen sind weiterhin offen; vor allem das Thema der Finanzhilfen für Entwicklungsländer sorgt für Streit. Die UN-Konferenz soll am kommenden Freitag einen Vertrag beschließen, der den Klimawandel langfristig auf ein erträgliches Maß begrenzt.

"Es liegt echt eine Menge Arbeit auf dem Tisch der Minister", sagte der deutsche Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth. "Erkennbar nicht relevante, nicht zielführende Vorschläge" seien gestrichen worden.

Lutz Weischer von Germanwatch gab sich vorsichtig optimistisch: "Es ist noch alles drin", betonte er. "Die Aufgabe für die Minister ist groß, aber im Rahmen des Machbaren." Als Erfolg der aktuellen Verhandlungen werten die Umweltverbände, dass der Entwurf angenommen wurde. Gerade bei Gesprächen im Hintergrund sei viel Vertrauen aufgebaut worden.

Eine gewisse Bewegung zeichnete sich bei der Zielmarke für die Erwärmung der Erdatmosphäre ab. Schon das international vereinbarte Ziel von höchstens 2 Grad Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter würde nach Einschätzung von Wissenschaftlern zu gefährlichen Klimaveränderungen führen. Gruppen wie die vom Klimawandel existenziell bedrohten kleinen Inselstaaten pochen deshalb auf ein Ziel von 1,5 Grad. Der Text sieht als Optionen "unter 1,5 Grad" und "deutlich unter 2 Grad" vor.

Weiter offen ist, ob die Industrieländer den Entwicklungsländer, dass die Finanzzusagen der Weltgemeinschaft nach 2020 deutlich aufgestockt werden. Schwierig bleibt auch der Bereich Entschädigung für Folgen des Klimawandels - die USA fürchten e Verpflichtungen.

Nach Berechnungen auf Basis einer aktuellen Liste des UN-Klimasekretariats sind die bisherigen Finanzzusagen für Entwicklungsländer noch nicht erreicht. Bis zum Jahr 2020 sollen jährlich 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Mitteln fließen. Oxfam-Experte Jan Kowalzig kommt zurzeit auf eine Summe von 81,5 Milliarden Dollar im Jahr 2020. In Verhandlungskreisen wird der Betrag von 94 Milliarden Dollar genannt, der nah am Ziel wäre. Dabei wird aber angenommen, dass private Mittel von 38 Prozent der öffentlichen Beträge hinzukommen. Dieser Anteil entspricht der bisherigen Beteiligung des Privatsektors.

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07.12.2015, 08:30 Uhr
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