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Kunst

Kleine tolle Sachen fürs Gemüt

Dagmar K. Schill hat in der Calwer Straße einen Automaten platziert, der das Leben schöner machen soll.

10.09.2019

Von NADJA OTTERBACH

Bezahlt werden kann am Automat mit EC- oder Kreditkarte. Foto: Melissa Seitz

Stuttgart. Automaten, die Snacks und Getränke ausspucken? Kennt man. Coffee to go? Längst in aller Munde. Kunst zum Mitnehmen? „Warum nicht“, dachte sich die Stuttgarter Galeristin Dagmar K. Schill. Sie hat vor ihrem Kunsthaus in der Calwer Straße 22 einen Automaten aufgestellt, der das Leben ein bisschen bunter machen soll. Tag und Nacht können Kunden aus dem Glaskasten Spruchbilder, bemalte Tassen, Figuren oder auch originelle Pizzaschneider ziehen. „Kunst to go“ also, die zwischen 17 und 80 Euro kostet. Die „guten Geister“ der Hamburgerin Harriet Grundmann sind ebenso vertreten wie Skulpturen des Objektkünstlers Ottmar Hörl.

16 Jahre lang hatte Schill ihren Laden in der Eberhardstraße. Vor vier Monaten ist sie in die Calwer Straße umgezogen. Weil sie auch die Fläche vor den Räumen nutzen darf, hat sie sich mit dem Automaten einen langgehegten Wunsch erfüllt. Kunst ist für die Galeristin – sie ist Picasso-Fan – wie Schokolade für den Kopf. „Stellen Sie sich das Leben ohne Kunst vor“, sagt sie. Jeden Tag aufs Neue erfreue sie sich an den kleinen, tollen Sachen: „Auch wenn man sie nicht zum Überleben braucht, fürs Gemüt sind sie wichtig.“

In Italien hergestellt

Den Automaten hat Schill in Italien nach Maß fertigen lassen und dafür 25 000 Euro investiert. Lange habe sie nach einem Anbieter gesucht. Kunst könne man schließlich nicht rausschleudern wie Schokolade. Bezahlt werden können die Kunstwerke via EC- oder Kreditkarte. Schills Ziel ist es, regionale Künstler für den Automaten zu begeistern. Leute zu finden, die speziell dafür Werke herstellen, möglichst nicht teurer als 20 Euro. Um die 25 Produkte hat sie seit April verkauft, Tendenz steigend. Immer mehr Leute blieben stehen, um das Angebot unter die Lupe zu nehmen, sagt Schill. „Das ist der Hit hier!“ Nadja Otterbach

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Erstellt:
10. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. September 2019, 06:00 Uhr

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