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In Bad Niedernau eröffnet am 1. August die homöopathische Emil-Schlegel-Klinik

Kleine Klinik beim Niedernauer Kurpark

Vor zwanzig Jahren schloss das Sanatorium in Bad Niedernau. Nun startet dort am 1. August eine homöopathische Klinik mit zehn Betten, sagte gestern der Arzt Heinz Huber im Rathaus.

26.05.2009

Von thomas ziegner

<strong>Bad Niedernau.</strong> Albert Bodenmiller, Ortsvorsteher in Bad Niedernau und Rottenburger Gemeinderat, begrüßt das Vorhaben und lud deshalb gestern zum Pressegespräch ins Niedernauer Rathaus. Der Arzt und Homöopath Heinz Huber stellte sein Projekt vor. Am 1. Juli will er in den Räumen des früheren Sanatoriums eine ambulante homöopathisch orientierte Praxis aufmachen und am 1. August zunächst bis zu zehn Patienten stationär behandeln.

Huber hat einen Pachtvertrag für die Räume mit der Kongregation der armen Schulschwestern von unserer lieben Frau unterzeichnet, Laufzeit: 30 Jahre. Allmählich soll die nach dem einst in Tübingen arbeitenden Homöopathen Emil Schlegel (1852 bis 1934) benannte Klinik erweitert werden.

Überhaupt will der bisher in Bad Imnau praktizierende Arzt „das Sanatorium und den Kurpark beleben?. Ihn unterstützt die für die Küche und begleitende Angebote wie Tanztherapie zuständige Andrea Klein. Am 7. Juni treffen sich die beiden künftigen Klinik-Betreiber mit potenziellen Kooperationspartnern. Seminare, Workshops, Konzerte, Lesungen und anderes sollen nicht nur den Patient(inn)en, sondern, wenn irgend möglich, auch Interessenten aus der Region und darüber hinaus offen stehen.

Viele Erkrankungen können laut Huber in der Klinik behandelt werden. Seine These: „Was in der Theorie oft als unmöglich erscheint, ist in der Praxis ganz einfach. Schulmedizinische und homöopathische Verfahren können kombiniert werden und die Heilungschancen beträchtlich erhöhen. Bei Tumorpatienten zum Beispiel ist die wirksame Schmerzbekämpfung unerlässlich. Aber oft kann man, bei homöopathischer Begleitung, geringer dosieren und damit die Nebenwirkungen reduzieren, wie auch die teils dramatischen Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung.?

Auf längere Sicht will der Gründer neben der Klinik ein homöopathisches Kompetenzzentrum Bad Niedernau betreiben. Huber bedauert, „dass sich ab einer gewissen Stufe die homöopathischen Kollegen nicht mehr miteinander austauschen?. Das will er, der von der Ärztekammer zur Weiterbildung bevollmächtigt ist, ändern. Kongresse mit internationaler Beteiligung, die er schon in Bad Imnau organisiert hat, will er nun in den nächsten Jahren nach Bad Niedernau holen. Huber wünscht sich besonders einen Erfahrungsaustausch mit indischen Kollegen: „In Indien wird die klassische Homöopathie Samuel Hahnemanns sogar an Universitäten gelehrt.?

Erste Wahl für die Neugründung war Bad Niedernau wegen der Räume und, vor allem, dank des auch vom Bad Niedernauer Freundeskreis ehrenamtlich gepflegten Kurparks. Albert Bodenmiller: „Der Freundeskreis pflegt die Bocciabahn und hat das Heilpflanzenbeet angelegt. Die Bürger/innen und der Ortschaftsrat haben über die Jahre verhindert, dass der Kurpark verwahrloste oder zerstört wurde.?

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Erstellt:
26. Mai 2009, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Mai 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Mai 2009, 12:00 Uhr

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