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Der Schock sitzt noch tief

Klaus Tappeser bleibt CDU-Kreisvorsitzender

Bei der Landtagswahl wurde die schwarz-gelbe Regierung abgewählt. Der Schock über den Machtverlust im „Ländle“ sitzt noch immer tief: Das war auf dem CDU-Kreisparteitag am Mittwoch Abend in Nehren deutlich zu spüren.

14.10.2011
  • Amancay Kappeller

Kreis Tübingen. „Für unsere Partei ist es eine ausgesprochen spannende, nicht einfache Zeit“, sagte der Kreisvorsitzende Klaus Tappeser, ehemaliger Ministerialdirektor, vor 200 Gästen in der Nehrener Turn- und Festhalle. Der 54-Jährige wurde mit großer Mehrheit für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden des rund 850 Mitglieder zählenden CDU-Kreisverbands Tübingen gewählt. Zu Stellvertretern wurden die Tübinger Stadtverbandsvorsitzende Sandra Ebinger, die Ofterdinger Gemeindeverbandsvorsitzende Birgit Walter sowie der Mössinger Fraktionschef Andreas Gammel gewählt.

„Hocherstaunlich“ sei es, dass eine Partei, die in Baden-Württemberg eine so erfolgreiche Bilanz vorzuweisen habe, abgewählt worden sei, so Tappeser. Nach 58 Jahren, in denen die CDU im Land „massiv mitbestimmt“ habe, sitze der Schock darüber tief. Nichtsdestotrotz müsse man jetzt nach vorne schauen – und darüber nachdenken, was anders gemacht werden könne. Neue Arbeitskreise wurden bereits gegründet, etwa zu den Themen Infrastruktur, Wirtschaft und Bildung.

In den nächsten Wochen bis zur Volksabstimmung am 27. November, so Tappeser, gehe es darum, „Verbündete“ für das Bahnprojekt Stuttgart 21 zu finden: „Wir müssen die Leute vom hohen Stellenwert der Drehscheibe Stuttgart überzeugen.“ Beim Thema Bildung sagte der Kreisvorsitzende, das bisherige baden-württembergische Schulsystem habe alles andere als versagt, „aber die Zeiten ändern sich“. Für ein gegliedertes, einheitliches Schulsystem wolle man auch in Zukunft kämpfen. Die Erzieherinnen- und Lehrerausbildung müsse jedoch dringend „angepasst“ werden.

Auch vom im Juli neugewählten CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl kamen Durchhalteparolen: Die breite Masse müsse mehr Mitspracherecht bekommen. Nur so, „von unten nach oben“, könne gemeinsam ein Leitbild für das Land erarbeitet werden. Ein erstes „Experiment“ werde es auf dem Landesparteitag zum Thema Bildung geben: Hier dürfen nicht nur Delegierte, sondern alle anwesenden Mitglieder abstimmen. Strobl: „Wir brauchen eine CDU, die sich öffnet.“ Die Stuttgart 21-Volksabstimmung und deren umständlichen Wortlaut bezeichnete Strobl als „Volksverdummung“. Der 51-Jährige sagte außerdem: „Steuererhöhungen passen nicht in unsere Zeit, das werden wir zu verhindern wissen.“

Klaus Tappeser bleibt CDU-Kreisvorsitzender
Thomas Strobl Privatbild

Klaus Tappeser bleibt CDU-Kreisvorsitzender
Klaus Tappeser Bild: Metz

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14.10.2011, 12:00 Uhr
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