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Klarere Regeln nötig

Kommentar zu den Ermittlungen bei Porsche

Die Ermittlungen gegen Porsche-Chef Oliver Blume und andere Topmanager ist für Laien kaum nachvollziehbar.

21.06.2019

Von Alexander Bögelein

Derzeit erschweren die Tatverdächtigen mit einem Widerspruch die Arbeit der Staatsanwaltschaft. Blume & Co. sehen sich mit dem Vorwurf der Untreue konfrontiert – aber nicht, weil sie sich selbst bereichert haben. Sie sollen Ex-Betriebsratschef Uwe Hück, der selbst nicht zu den Beschuldigten gehört, ein zu hohes Gehalt bezahlt haben.

Das wäre ein Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz. Denn Betriebsräte üben eine ehrenamtliche Tätigkeit aus. Sie sollen daher so bezahlt werden, wie es ihrer Berufsentwicklung entsprechen würde. Arbeitgeber dürfen sie nicht besser stellen als andere Mitarbeiter. Was sich in der Theorie plausibel anhört, hat in der Praxis schnell Haken. Denn die gesetzlichen Vorgaben sind wachsweich, daher poppt das Thema, wie Arbeitnehmervertreter bezahlt werden dürfen, immer wieder auf.

Denn natürlich rutschen Betriebsratsvorsitzende in großen Unternehmen fast zwangsläufig in die Rolle von Co-Managern. Das war bei dem gelernten Lackierer Hück nicht anders. Um Missbrauch zu verhindern, sind klarere Regeln nötig. Da ist der Gesetzgeber gefragt, der einen verlässlichen Rahmen abstecken muss, vor allem aber Unternehmen und Betriebsräte. Mit mehr Transparenz könnten sie vielen Vorwürfen vorbeugen.

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Erstellt:
21. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2019, 06:00 Uhr

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