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Kriminalität

Kinder in Klinik missbraucht

Es geht um dutzende Fälle, die nie aufgeklärt werden können, weil der betreffende Arzt nicht mehr lebt.

25.06.2019

Von AFP

Homburg. Ein Arzt aus dem saarländischen Homburg soll dutzende Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben. In der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinkums des Saarlandes (UKS) in Homburg sei von 2010 bis 2014 ein Assistenzarzt angestellt gewesen, der unnötige medizinische Untersuchungen im Genitalbereich seiner Patienten vorgenommen haben soll, sagte der ärztliche Direktor des UKS, Wolfgang Reith, am Montag bei einer Pressekonferenz Homburg. Mindestens 34 Kinder seien betroffen.

Der Mann arbeitete in der Ausscheidungsambulanz der Psychiatrie, einer Abteilung, die sich um bettnässende Kinder kümmert. Eine erste anonyme Beschwerde über den Mann erreichte die Klinik nach Angaben von Reith im Juli 2011. Nach dieser Beschwerde habe es körperliche Untersuchungen nur noch im Beisein einer dritten Person, wie zum Beispiel Eltern, gegeben. Ende 2014 habe das UKS dem Arzt fristlos gekündigt, nachdem von Mitarbeitern erneut der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen ihn geäußert worden sei.

Im gleichen Jahr habe das UKS Strafanzeige gestellt. Die Ermittlungen hätten jedoch nie zu Ende geführt werden können, weil der Arzt 2016 überraschend starb. Verdächtigungen habe er stets zurückgewiesen. Das UKS habe sich nun dafür entschieden, die Vorfälle öffentlich zu machen und die Betroffenen zu informieren. dpa

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Erstellt:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2019, 06:00 Uhr

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