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OECD-Studie

Kinder zahlen Preis für Ungleichheit

Soziale Ungleichheit beeinträchtigt auch in Deutschland Startchancen und Lebensqualität von Kindern. Dies zeigt eine neue Studie der OECD.

15.10.2015
  • AFP/KNA

Berlin Kinder aus wohlhabenderen Familien haben wesentlich bessere materielle Voraussetzungen, auch ihre Lebensqualität ist im Durchschnitt höher, wie aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht. Der OECD-Bericht "How's Life?" analysiert alle zwei Jahre die Lebensbedingungen der Menschen in den OECD-Staaten. Dazu gehören 34 Industrieländer, darunter europäische Staaten, aber auch die USA, Australien, Japan oder Mexiko.

In Deutschland sind die Bedingungen für Kinder und Jugendliche vergleichsweise gut. Tendenziell genießen sie bessere materielle Lebensbedingungen als der Durchschnitt der Kinder in der OECD. Zudem befinden sich nur 2,8 Prozent der Deutschen im Alter von 15 bis 19 Jahren weder in einem Arbeitsverhältnis noch in Schule oder Ausbildung. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 7,1 Prozent. Es fühlen sich auch nur 3,9 Prozent der deutschen Schüler stark durch Schulaufgaben belastet. Dies ist der geringste Wert innerhalb der OECD.

Dennoch zeigt der Bericht, dass Kinder aus wohlhabenderen und gebildeteren Familien oft gesünder sind und sich in der Schule wohler fühlen als Kinder aus einfacheren Verhältnissen. So berichten acht Prozent der 11-, 13- und 15-Jährigen aus reicheren Familien, in den beiden Monaten vor der Umfrage mindestens zweimal verbal oder physisch angegriffen worden zu sein. Unter ihren Alterskameraden aus weniger begünstigen Elternhäusern sind es 14 Prozent.

Nachweisbar sind bei Kindern Unterschiede aufgrund des sozialen Hintergrunds auch bei der Lese- und Problemlösungsfähigkeit, in der Kommunikation mit den Eltern und der Absicht, als Erwachsene wählen zu gehen. Kinder aus ärmeren Familien" erzielen schlechtere Ergebnisse. Fast ein Drittel (31,7 Prozent) der deutschen Kinder lebt nach eigenen Angaben in Wohnungen mit Lärm-, Abgas- oder Geruchsbelästigung. Der OECD-Schnitt liegt bei 21,6 Prozent.

"Wächst die Ungleichheit der Eltern, dann schrumpfen damit auch die Möglichkeiten der Kinder", mahnt die OECD. Generalsekretär Angel Gurría sagt: "Der Kampf gegen Ungleichheit beginnt damit, sicherzustellen, dass jeder die Möglichkeit hat, sein Leben von früh an zu gestalten."

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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