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„Kerns Pastetchen“ schließt Ende März
Eingespieltes Team: Marielouise und Josef Kern. Foto: Ferdinando Iannone
Gastronomie

„Kerns Pastetchen“ schließt Ende März

Das Wirtspaar begründet den Ausstieg mit der hohen Belastung. Das Lokal ist seit 32 Jahren ein Hort der Gastlichkeit.

28.11.2017
  • RAIMUND WEIBLE

Stuttgart. 2013 hat der Feinschmecker-Führer Gaultmillau Marielouise und Josef Kern „eines der Lieblingspärchen der Stuttgarter Gastroszene“ genannt. Seit mehr als drei Jahrzehnten sind die beiden eine Institution in der Landeshauptstadt. Ihr „Kerns Pastetchen“ in der Hohenheimer Straße ist ein Hort der Gastlichkeit, zählt zu den besten Adressen der Kulinarik in Stuttgart. Doch diese Ära endet. Die Kerns hören Ende März 2018 auf.

Josef Kern begründet den Abschied mit dem Alter – er ist 65 – und mit der starken Belastung durch den Beruf. „Wir kommen nie vor eins oder zwei ins Bett. Da bist du fix und fertig. Bevor man es uns anmerkt, hören wir auf.“ Leicht fällt ihnen der Abschied nicht. „So sehr wir uns freuen auf erholsamere Tage“, sagt Kern, „so sehr tut es uns auch weh.“ Die gute Beziehung zu den Gästen – und das „Pastetchen“ erfreut sich einer großen Stammkundschaft – werde ihnen fehlen.

Immerhin: Den Weinhandel, den Kern nebenher betreibt, führt er fort. Josef Kern möchte ihn sogar intensivieren und einen Laden aufmachen. Wo genau, steht noch nicht fest. Aber es soll in der Umgebung ihres Wohnorts Möhringen sein.

Kern stammt aus der Südoststeiermark, aus Lödersdorf, und er hat in die Stuttgarter Gastronomie einen österreichischen Akzent eingebracht. Das äußert sich hauptsächlich bei den Desserts. Die Gäste loben die Topfenknödel und die Topfenpalatschinken, die Chefkoch Dominik Utassy (auch ein Österreicher) und sein Team kreiern. Das Kalbsschnitzel, das im „Pastetchen“ gebacken wird, gilt als eines der besten der Stadt. Patron Kern, der zusammen mit seiner Frau die Gäste liebevoll betreut, legt Wert auf eine gehobene Küche mit marktfrischen Zutaten: „Wir geben für Ware sehr viel Geld aus, unsere Gäste können das sehr wohl unterscheiden.“

Der Restaurantfachmann hat mehr als zwei Drittel seines Lebens in Stuttgart verbracht. 1973 blieb er in der Schwabenmetropole hängen. Stationen waren das „La Cave“ in der Theodor-Heuss-Straße, 1985 eröffnete er sein erstes eigenes Restaurant in Gaisburg und nannte es „Gaisburger Pastetchen“. 2000 pachtete er das „Pinocchio“ in der Hohenheimer Straße und gab ihm den Namen „Kerns Pastetchen“ – mit korrektem Genitiv.

Wie es in dem Lokal nach dem Abschied weitergeht, ist offen: „Es gibt noch keinen Nachfolger.“ Interessenten freilich haben sich gemeldet. Raimund Weible

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28.11.2017, 06:00 Uhr
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