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Börse

Keine neue Risikolage

19.02.2018

Von ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Allmählich verinnerlichen Aktienhändler die neue Lage. „Es schaut ganz danach aus, als wenn wir wieder in einen Modus verfallen, wo schlechte Nachrichten gut für den Aktienmarkt sind“, sagt Markstratege Jens Klatt von JFD Brokers. Das scheint ein wenig übertrieben. Aber umgekehrt dringen gute Nachrichten wieder eher durch.

Man solle die Entwicklung im Februar nicht überbewerten, betont Henning Gebhardt vom Bankhaus Berenberg. Weitere Kursrückschläge seien zwar möglich, sagt Kai Franke von der französisch-deutschen Oddo BHF. Prinzipiell sieht auch er keine neue Risikolage. Zins-Bedenken seien vorgeschoben. Der Kurseinbruch hat nach Ansicht vieler Experten sein Gutes: Anleger schauen wieder genauer auf die Risiken.

Das Umfeld für Aktien ist für Gebhardt nach wie vor intakt: „Der aktuelle Kursverfall hat nichts damit zu tun, dass es der Wirtschaft oder den Unternehmen schlechter geht.“ Gleichwohl müssten Aktiensparer mit Schwankungen leben.

Den schroffen Kurseinbruch werten Strategen der Deutschen Bank sogar als gutes Signal. „Wir denken genau anders herum: Jetzt erst recht“, sagt Aktienexperte Thomas Schuessler. „Aus dem Risiko ist Gewissheit geworden, so dass wir uns mit deutschen Aktien jetzt sehr wohl fühlen.“ Er verweist zudem auf den Dax-Kursindex, der im Gegensatz zum üblichen Dax die Dividenden nicht einrechnet. Seit dem Jahr 2000 hat der sich kaum bewegt, während der „normale“ Dax mit Dividenden seither um gut 50 Prozent zugelegt hat. Rolf Obertreis

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Erstellt:
19. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2018, 06:00 Uhr

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