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Kommentar · Regierungsbildung

Keine Zeit verplempern

Die Frage, wann wir eine neue Regierung bekommen, wird allgemein mit Schulterzucken beantwortet.

09.10.2017
  • ANDRé BOCHOW

Vielleicht bis Weihnachten. Das werden schwierige Koalitionsgespräche, heißt es. Warum sich dann nicht gleich bis Ostern Zeit nehmen?

Aber haben die Wähler nicht entschieden, dass die große Koalition sich in die Geschichtsbücher verabschieden soll? Dass es zu Jamaika kommen würde, war doch absehbar. Die künftigen Koalitionäre kennen sich. Und die in Rede stehenden Parteien sind mit dem Wunsch zu regieren angetreten. Na dann los!

Stattdessen wird unser Verständnis für die langwierige Regierungsbildung einfach vorausgesetzt. So ist es natürlich sonnenklar, dass vor der Niedersachsen-Wahl nichts Substantielles besprochen werden kann. Geduld sollen wir haben für die Arbeit innerhalb der CSU-Selbsthilfegruppe. Auch in der CDU ist vielleicht irgendein Neufindungsprozess im Gange. Also weiter abwarten?

Dafür sind die Probleme viel zu groß und die Legislaturperiode zu kurz. Wer die Zukunft gestalten will, sollte nicht in der Gegenwart unsere Zeit verplempern.

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09.10.2017, 06:00 Uhr
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