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Offener Brief von Boris Palmer

Keine Verschärfung der Erdbebennorm

Boris Palmer richtet einen Appell an Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Es geht um die geplante Erdbebennorm.

20.07.2018

Von ST

Sollte die geplante Neuerung der Erdbebennorm in der Landesbauordnung umgesetzt werden, drohen die Mietpreise in Baden-Württemberg weiter zu steigen. Diese Einschätzung traf die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) und wird unterstützt von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. Der 46-Jährige wandte sich nun in einem offenen Brief an die Wirtschaftsministerium Nicole Hoffmeister-Kraut.

„Wie bei anderen Schutzanliegen, sei es nun der Brandschutz, der Lärmschutz oder der Immissionsschutz, werden hier weit überzogene Forderungen mit völliger Inflexibilität kombiniert“, klagt Palmer in dem dreiseitigen Brief. „Schon durch die existierenden Normen werden die heute errichteten Gebäude nahezu jedes Erdbebenereignis soweit überstehen, dass Menschenleben nicht gefährdet werden“, schreibt der Oberbürgermeister. Noch mehr Stahl und Beton in den Fundamenten verringere bei starken Erdbeben also nur die Schwere der Gebäudeschäden und habe damit eher den Charakter einer Vermögens- als einer Lebensversicherung, so Palmer weiter. Den örtlichen Baurechtsbehörden hier mehr Ermessensspielräume zu gestatten oder die Vorschriften generell zu lockern, wäre äußerst wünschenswert, lautet sein Fazit.

Insgesamt sei Tübingen in Sachen Erdbebennorm zwar kaum betroffen, weil die Stadt schon gut aufgestellt sei. „Aber für weite Teile des Südwestens würden diese Verteuerungen nun erst entstehen. Dafür gibt es nach Auffassung der DGfM keinerlei wissenschaftliche Gründe.“

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Erstellt:
20. Juli 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Juli 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2018, 01:00 Uhr

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