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Keine Spur von November-Blues
Arbeitslosenquote sinkt in Baden-Württemberg auf 3,6 Prozent

Keine Spur von November-Blues

Die Konjunktur brummt, es sieht gut aus im Südwesten in Sachen Beschäftigung. Auf Jobsuche sind auch Flüchtlinge. Bis diese aber voll im Arbeitsmarkt integriert sind, dürfte es noch etwas länger dauern.

02.12.2015
  • DPA/AFP

Stuttgart/Nürnberg. Gute Nachricht vom Arbeitsmarkt: In Baden-Württemberg sind immer weniger Menschen auf Jobsuche. Im November waren gut 216 000 Menschen ohne Beschäftigung - damit lag die Quote bei 3,6 Prozent, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur mitteilte. So niedrig war der November-Wert zuletzt vor vier Jahren. Seit August (3,9 Prozent) ist die Quote um je 0,1 Prozentpunkte gefallen. Als Hauptgrund für die Entwicklung gilt die brummende Konjunktur.

Im Deutschlandvergleich liegt Baden-Württemberg hinter Bayern (3,3 Prozent) auf Rang 2. In Sachen Jugendarbeitslosigkeit (2,5 Prozent) ist der Südwesten gleichauf mit dem benachbarten Bundesland.

Wirtschaftsminister Nils Schmid war erfreut. "Von November-Blues kann beim Arbeitsmarkt im Land keine Rede sein", sagte der SPD-Politiker. "Die Konjunktur läuft, die Betriebe brauchen gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Die gesunkene Zahl der arbeitslosen Jugendlichen sei ein Beleg dafür, dass die Firmen sich die Arbeitgeber die Fachkräfte von morgen sicherten.

Der Zuzug von Flüchtlingen spielt auch am Arbeitsmarkt eine immer größere Rolle. Aktuell seien im Südwesten 3500 Flüchtlinge mit Deutschkenntnissen bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet, sagte der Arbeitsagentur-Landeschef Christian Rauch. "Diese Menschen wollen wir schnellstmöglich in Ausbildung und Arbeit bringen." Zugleich gab er aber auch zu bedenken, dass der Großteil der Flüchtlinge dem Arbeitsmarkt nicht kurzfristig zur Verfügung stehe - nach Ansicht von Rauch dauert es etwa fünf Jahre, bis ein Schutzsuchender nach Deutschkursen und Ausbildung zur Fachkraft wird. Arbeitsministerin Katrin Altpeter (SPD) verwies auf betriebliche Praktika, die Flüchtlingen bei ihren beruflichen Gehversuchen helfen sollen und wozu es Modellprojekte der Landesregierung gebe.

Frühling im Herbst auch auf dem Arbeitsmarkt in Bayern: Die Zahl der Jobsucher steigt zwar etwas an, doch die Regionaldirektion schätzt den Arbeitsmarkt noch immer als "gesund und aufnahmefähig" ein. Im nächsten Jahr werde die Zahl der Erwerbslosen aber steigen. Die Zahl der Menschen ohne Job stieg im November zwar leicht auf etwa 233 700. Das waren etwa 1460 Erwerbslose mehr als im Oktober. Im Vergleich zu 2014 bedeutet dies jedoch einen Rückgang um etwa 8300. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,3 Prozent. Und bei der Beschäftigtenzahl wurde erneut ein Höchststand erreicht.

Der Chef der Regionaldirektion, Markus Schmitz, sagte daher: "Der bayerische Arbeitsmarkt zeigt sich auch im November gesund und aufnahmefähig, ja fast frühlingshaft."

Bundesweit steht der Arbeitsmarkt so glänzend da wie noch nie in einem November seit der Wiedervereinigung, teilte die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. BA-Chef Frank-Jürgen Weise hält den Arbeitsmarkt für die Herausforderungen mit der Integration der Flüchtlinge für gerüstet. Weise sagte, "die Arbeitslosigkeit ist gesunken, Erwerbstätigkeit und Beschäftigung haben erneut kräftig zugenommen. Damit hat sich der Arbeitsmarkt auch in diesem Monat gut entwickelt." Auswirkungen der Flüchtlingskrise erwarte er erst ab dem zweiten Halbjahr des kommenden Jahres.

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02.12.2015, 08:29 Uhr
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