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Strobl nach FPÖ-Ergebnis

Keine Parallelen zu Deutschland

CDU-Bundesvize Thomas Strobl sieht nach dem Rekordergebnis der rechtspopulistischen FPÖ in Wien keinen Grund zur Panik in Deutschland.

12.10.2015
  • dpa

Stuttgart. «Wir haben in Österreich und in Wien schon eine andere Situation als bei uns», sagte Strobl, der auch CDU-Landeschef in Baden-Württemberg und Unions-Fraktionsvize im Bundestag ist, am Montag dem Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden. In Österreich und in Wien sei die Arbeitslosigkeit sehr hoch, und die Wirtschaft stagniere. «Das kann man nun bei uns nicht wirklich behaupten.»

Die FPÖ hatte am Sonntag 32,3 Prozent in Wien erreicht (plus 6,5 Prozentpunkte). Ihr Wahlziel, stärkste politische Kraft zu werden, verfehlte sie aber. Die sozialdemokratische SPÖ war trotz erheblicher Stimmenverluste mit 39,4 Prozent erneut stärkste Fraktion geworden. Zuletzt wurde Wien von einer rot-grünen Koalition regiert. Die Landtagswahl, bei der 1,3 Millionen Wähler ein neues Parlament sowie 23 Bezirksvertretungen bestimmen konnten, galt in Österreich als großer Stimmungstest in der Flüchtlingsfrage.

Die Lage in Deutschland sei zwar kein Grund für die Union, sich zurückzulehnen, sagte Strobl. Die Union habe aber seit der Bundestagswahl stabile, gute Werte um die 40 Prozent. «Das hängt sicher auch mit der erfolgreichen Arbeit unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen, und die Werte sind nach wie vor sehr, sehr gute Werte.» Ernst genommen werden müssten aber die große Herausforderung beim Flüchtlingsthema und die damit verbundenen Sorgen und Unsicherheiten vieler Bürger. «Wir dürfen aber sagen, wir haben einen Plan, wie wir dieses Thema anpacken. Wir krempeln jetzt die Ärmel hoch, und dann packen wir das auch.»

Keine Parallelen zu Deutschland
Thomas Strobl (l), der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg, spricht. Foto: Bernd Weißbrod/Archiv

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12.10.2015, 12:00 Uhr
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