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Kommentar · Vorratskäufe

Keine Panik

23.08.2016
  • AXEL HABERMEHL

Berlin. Der Streit um das neue Zivilschutzkonzept der Bundesregierung ist so übertrieben wie der Bau eines Atomschutzbunkers in Deutschland im Jahr 2016. Keine Frage: Ein Staat trägt die Fürsorgepflicht für seine Bürger. Pläne und Ratschläge für Krisen, Kriege oder Katastrophen zu entwickeln, ist insofern sehr sinnvoll. Und selbstverständlich müssen solche Handreichungen von Zeit zu Zeit der Gegenwart angepasst werden.

Doch wer mal die 68-seitige Broschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe durchblättert, dem wird schnell klar: Der gesunde Menschenverstand, die Angst vor dem Ladenschluss und ein durchschnittlich sortierter Keller können mit den Anleitungen der Experten gut mithalten. Bürger, die sich von derartigen Debatten in Angst versetzen lassen, sollten vielleicht öfter mal tief durchatmen.

Warum also die Aufregung? Vielleicht passt die Vorbereitung auf den Ernstfall einfach gut zu unserer zunehmend paranoiden Gesellschaft und ihrer perversen Lust am Endzeit-Szenario. Wenn stündlich der Untergang des Abendlandes droht, wenn Russlands Hacker gefühlt am eigenen W-Lan-Router und US-Genfood vor der Eroberung bundesdeutscher Biomärkte stehen, will eben jeder gern wenigstens die guten alten Dosenravioli im Keller haben. Wer allerorten fremdstämmige Wüstlinge wittert, kauft Pfefferspray in großen Flaschen. Wer den baldigen Staatszerfall fürchtet, besucht Trainingslager der „Prepper“-Bewegung.

Ob das alles Sinn macht? Nun ja. Doch mal in Ruhe zu durchdenken, was man täte, wenn ein paar Tage der Strom weg wäre, alle Akkus leer und Läden zu, kann jedenfalls nicht schaden. Wer dann in Panik verfällt, ist selbst Schuld.

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23.08.2016, 06:00 Uhr
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