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Keine Krönung der Euphorie
Andrea Petkovic konnte im Doppel gegen die Schweizerinnen auch nichts mehr rausreißen. Foto: Imago
Deutsches Fed-Cup-Team unterliegt starken Schweizerinnen 2:3

Keine Krönung der Euphorie

Die deutschen Tennis-Damen haben den Halbfinaleinzug im Fed Cup verpasst. Die Entscheidung gegen die Schweiz fiel im Doppel. Kerber und Co. müssen nun um den Verbleib in der Weltgruppe bangen.

08.02.2016
  • HELEN WEIBLE

Leipzig. Das erhofft große Fest für das deutsche Tennis blieb gestern Abend in Leipzig aus. Mit einer 2:3-Niederlage in der ersten FedCup-Runde musste sich das deutsche Damenteam den Schweizerinnen geschlagen geben. Dabei wechselten die Emotionen zwischen tiefer Enttäuschung und purer Freude hin und her. Die Entscheidung in diesem Krimi musste im Doppel zwischen Andrea Petkovic/Anna-Lena Grönefeld und dem Duo Martina Hingis/Belinda Bencic fallen. Und am Ende setzte sich das Schweizer Paar verdient mit 6:3, 6:2 durch.

"Es lag an einem sehr starken Gegner", resümierte Bundestrainerin Barbara Rittner die verlorene Partie. Ihre Nummer eins, Angelique Kerber, habe zwar eine schöne Euphorie entfachen können und das habe man die ganze Woche über gespürt, "doch am Ende hat das nicht gereicht". Anstatt jetzt mit dem Halbfinale gegen Tschechien zu planen, bleibt der Nummer zwei der Welt und ihrem schwarz-rot-goldenden Team nur die Relegation, über die der Abstieg aus der Erstklassigkeit verhindert werden kann.

Noch zwei Stunden vor der Niederlage im Doppel hatte die 21-jährige Annika Beck die deutschen Damen vor der vorzeitigen Niederlage gerettet - und bei ihrer Einzel-Premiere einen 7:5, 6:4-Erfolg über Timea Bacsinszky gefeiert. Was für ein toller Moment, als sie den Schläger wegwarf und auf den blauen Boden sank! 2:2 - es wäre wieder alles drin gewesen. Doch gegen ein Schweizer Generationen-Doppel aus der 35-jährigen Martina Hingis, die in Altersteilzeit ihr bestes Tennis auspackt, und Bencic, die blutjung schon eine unglaubliche Konstanz auf den Platz bringt, war kein Kraut gewachsen. Immerhin überzeugte Andrea Petkovic mit einigen schönen Aktionen und machte damit ihre Auftaktpleite gegen Bencic wett. Anna-Lena Grönefeld, die Wimbledon-Siegerin, rief dagegen nicht ihr ganzes Können ab.

Aber unterm Strich, so betonte auch Rittner, war es eine starke Belinda Bencic, die den Deutschen die Show stahl. Schon im ersten Match nahm sie den Gastgeberinnen damit den Schwung. Andrea Petkovic war noch lauter guter Dinge auf den Court gehüpft. Schnell wurden die 4200 Zuschauer auf der Tribüne und etwa 30 000 vor dem Fernseher enttäuscht, weil die ehemalige Mannschaftsführerin ein ums andere Mal am Netz hängen blieb. Mit 6:3, 6:4 gewann die aufstrebende Weltranglistenelfte Bencic dieses über weite Teile mäßige Match und brachte damit die Schweiz 1:0 in Führung. Der zweite Sieg Bencics über Angelique Kerber mit dem 7:6, 6:3 traf die deutschen Tennis-Ladies jedoch noch viel härter. Nicht nur, dass die für ihr zartes Teenager-Alter so dermaßen abgebrüht spielende Schweizerin die Serena-Williams-Bezwingerin schlug. Sie machte damit auch den eigentlich von den Deutschen fest eingeplanten Punkt zur 2:1-Führung gegen die Eidgenossinnen zunichte. Bitter: Die Grand-Slam-Siegerin zollte den anstrengenden Tagen Tribut. Ihr ging schlichtweg die Kraft aus. "Ich hatte es schon am Vorabend gemerkt, dass ich nicht mehr 100 Prozent bringen könnte. Ich habe es probiert, aber irgendwann war der Akku leer," gab Kerber zu. Bencic zog dagegen ihr aggressives Spiel durch "trotz dem großen Respekt", den sie vor ihrer Gegnerin hatte.

1:2 - Damit geriet die junge Annika Beck bei ihrer Einzel-Premiere im Fed Cup mächtig unter Druck. Über zwei Stunden leisteten sich dann Beck und die unkonventionell spielende Timea Bacsinszky ein umkämpftes Match, bei dem die Bonnerin immer besser ins Spiel fand. Sie zwang die Schweizerin zu mehr Fehlern und nutzte es aus, dass sie ihren druckvollen Angriff mit der Rückhand nicht mehr platzieren konnte. Beck wahrte damit die Hoffnung beim deutschen Fed-Cup-Team, auch in Zukunft Drucksituationen zu überstehen.

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08.02.2016, 08:30 Uhr
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