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Kein bunter Empfang
Heidelbergs bekennend schwuler Bürgermeister Wolfgang Erichson. Foto: Stadt Heidelberg

Kein bunter Empfang

05.08.2016
  • WOLFGANG RISCH

Mannheim. Die Entscheidung des Heidelberger Gemeinderates war eindeutig, wurde aber offensichtlich nicht von jedem verstanden. Zum Christopher Street Day (CSD) in der Region Rhein-Neckar am 13. August wird es keinen Empfang für die Aktivisten im Rathaus geben. 18 Stadträte stimmten gegen den Antrag der SPD, neun enthielten sich. Ist Heidelberg also doch nicht die weltoffene, tolerante Stadt, als die sie sich gern präsentiert?

Der Christopher Street Day in der Kurpfalz wird in Mannheim gefeiert – samt Empfang, bei dem auch die Stadt Heidelberg zugegen ist, meist in Person des Bürgermeisters Wolfgang Erichson (Grüne). Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) hält also eine Gegenveranstaltung für „gar nicht erforderlich“. Die SPD ist gleichwohl nicht überzeugt, noch weniger ist es Harald Blaull vom CSD Rhein-Neckar. Und so schrieb Blaull an die Heidelberger Landtagsabgeordnete der Grünen, Ministerin Theresia Bauer, und bat um Hilfe. Schließlich hätten die Landtags-Grünen ja auch die ganze bunte Gemeinde empfangen. Theresia Bauer freilich antwortete eindeutig: Es sei nicht ersichtlich, dass sich die Stadt Heidelberg nicht zu seinen Schwulen, Lesben, Trans . . . bekenne und zu ihnen stehe. Deutlicher noch wurde der Stadtrat der Grünen, Peter Holschuh: Wen solle man denn empfangen, wenn alle in Mannheim seien?

Wolfgang Erichson, der als Bürgermeister das Dezernent für Umwelt und Chancengleichheit leitet, ist ob der Hartnäckigkeit reichlich erbost: „Ich bin hier seit sieben Jahren der schwule Bürgermeister“, sagte der bekennende Homosexuelle dieser Zeitung. Es gebe in Heidelberg eine schwule Community und einen runden Tisch sexuelle Vielfalt, dessen Anträge er natürlich unterstütze, aber „nicht bei einzelnen Parteien“. Eine Gruppe wolle sich profilieren, „möglicherweise mit Blick auf die Bundestagswahl“, sagt er und meint die Roten. So bunt soll es dann doch nicht werden.

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05.08.2016, 06:00 Uhr
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