Börse

Kein Einbruch in Sicht

13.07.2020

Von ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Kriegt Corona die Börsen noch mal klein?“, fragt Ulrich Kater Chef-Volkswirt der DekaBank. Er sieht zwar Sorgen auch bei den Börsianern wegen der dramatisch steigenden Infektionszahlen in den USA. Aber die Ignoranz des US-Präsidenten treibt die Börsianer bislang nicht wirklich um. Aber zunehmende Beschränkungen in den USA werden wohl unvermeidbar. „Diese werden auch die wirtschaftliche Erholung beeinträchtigen.“ Noch ist davon aber am Markt nichts zu sehen. „Sehr großzügig“ scheinen die Börsen derzeit, heißt es bei der Fondsgesellschaft DWS.

Seit Ende Juni hat der Aktienindex Dax um rund 350 Punkte auf mehr als 12 600 Zähler zugelegt. Dabei hat die Europäische Kommission ihre Konjunkturprognose gerade nach unten korrigiert. Ein neuerlicher Shutdown in den USA würde den Export über den Atlantik weiter bremsen. Die anstehenden Berichte für das zweite Quartal werden zeigen wie hart Corona die Unternehmen getroffen hat. Wo es langgeht, zeigt der Gewinneinbruch um fast 80 Prozent beim Chemiekonzern BASF. Ein Krisenindikator ist auch der Goldpreis: erstmals seit neun Jahren kostet die Feinunze mehr als 1800 Dollar.

Nach Überzeugung vieler Börsianer halten die Zentralbanken mit ihren Billionen-schweren Geldspritzen und die Regierungen mit ihren Hilfspaketen den Aktienmarkt am Laufen. Das alles spricht für solide Aktien. Kein Experte rechnet derzeit mit einem Einbruch der Kurse. Rolf Obertreis

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Erstellt:
13. Juli 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Juli 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2020, 06:00 Uhr

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