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FRANKFURT/KARLSRUHE

"Kannibale von Rotenburg" rechtskräftig wegen Mordes verurteilt

(tol). Das Landgericht Frankfurt/Main hat den als "Kannibalen von Rotenburg" bekannt gewordenen Angeklagten wegen Mordes in Tateinheit mit Störung der Totenruhe jetzt zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Seine Revision hat der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs jetzt durch Beschluss als offensichtlich unbegründet verworfen.

16.02.2007

Der Angeklagte hatte im März 2001 in einem in seinem Haus in der Nähe von Kassel eingerichteten "Schlachtraum" sein Opfer, das sich dazu freiwillig bereit erklärt hatte, getötet und sachkundig zerlegt, um es hinterher zu verzehren. Das Ganze hatte er auf Video aufgenommen. Es sollte später als Stimulans zur sexuellen Selbstbefriedigung dienen und wurde vom Angeklagten auch so verwendet. Teile der Leiche verspeiste er.

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs musste über den Fall zum zweiten Mal entscheiden. Denn die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Urteil vom 22. April 2005 (damals vom Landgericht Kassel, 8 Jahre und 6 Monate Freiheitsstrafe wegen Totschlags) Revision eingelegt und die Sache an das Landgericht Frankfurt zurückverwiesen. Das Landgericht Kassel hatte damals - anders als jetzt das Landgericht Frankfurt - zu Unrecht die Mordmerkmale "zur Befriedigung des Geschlechtstriebes" und "zur Ermöglichung einer anderen Straftat" verneint, was zur Aufhebung führte.

In seiner Revision gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt/Main hat der Angeklagte auch jetzt die - bereits vom Bundesgerichtshof in seiner ersten Entscheidung abgelehnte - Ansicht vertreten, seine Tat sei nicht als Mord, sondern nur als Tötung auf Verlangen zu werten. Außerdem bemängelte er ohne Erfolg Fehler im Verfahren vor dem Landgericht.

Mit der Verwerfung der Revision des Angeklagten ist das Urteil des Landgerichts Frankfurt/Main jetzt rechtskräftig. Die Verurteilung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe bedeutet, dass der Angeklagte frühestens nach 15 Jahren - und das auch nur dann, wenn er nicht mehr gefährlich ist - entlassen werden kann.

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16.02.2007, 12:00 Uhr
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