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Codewort: "Arbeitet Uli heute?"

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Codewort "Arbeitet Uli heute" - Tübinger Kampagne für mehr Sicherheit im Nachtleben

© Hans-Jörg Schweizer 05:08 min

Gemeinsam gegen Anmache

Kampagne für mehr Sicherheit im Tübinger Nachtleben gestartet

Unter dem Code-Wort „Arbeitet Uli heute?“ können sich Frauen in Clubs bei sexuellen Belästigungen melden.

01.02.2018
  • Volker Rekittke

Warum braucht es überhaupt ein Code-Wort wie „Arbeitet Uli heute?“ Kann eine Frau, die blöd angemacht wird, sich nicht einfach mit ihrem Anliegen an der Theke melden: „Schmeißt das Arschloch raus!“ Kann sie schon, tut sie aber nicht immer, erklärte „Pfunzkerle“-Mitarbeiter Armin Krohe-Amann gestern beim offiziellen Kampagnen-Start im Ratskeller. Denn in Clubs und Kneipen ist es oft laut. Und wer will schon ein oder gar zwei Mal über die Theke schreien müssen, dass es grad vor dem Frauenklo oder auf der Tanzfläche eine richtig unangenehme Situation mit diesem Bagger-Typen gab? Krohe-Amann: „So ein Code-Wort senkt die Hemmschwelle.“

27 Tübinger Bars und Kneipen, Clubs und Discos machen mit, vom Asmara über Butterbrezel und Last Resort bis zum Schwarzen Schaf und Top 10. In allen hängt nicht nur das Code-Wort aus, sondern auch mehrsprachige Plakate und Aufkleber mit der Botschaft „Flirten ist okay, Belästigung nicht!“ Auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Französisch wird der Appell für mehre Respekt und das Akzeptieren von Grenzen verbreitet – demnächst auch auf bestimmten TüBus-Linien.

Kampagne für mehr Sicherheit im Tübinger Nachtleben gestartet
Mehrsprachig für mehr Sicherheit im Nachtleben. Bild: Schweizer

Ein Team aus Polizei und Stadt, vom Netzwerk Antidiskriminierung und der Anlaufstelle sexualisierte Gewalt in Tübingen schulte seit Oktober vergangenen Jahres mehr als 200 Tübinger Gastro-Mitarbeiter/innen. Mit dabei: Carmen Steffan vom Polizeipräsidium Reutlingen. Sie arbeitet dort in der Kriminalprävention, beim Opferschutz und der Fachgruppe Sexualisierte Gewalt. „Für Opfer von Übergriffen und Anmache ist es entscheidend, wie der erste Kontakt danach abläuft“, sagte Steffan: Wird der Frau geglaubt, bekommt sie Hilfe angeboten, wird sofort reagiert und der Täter zur Rede gestellt, gar die Polizei informiert?

„Ist Luisa hier?“ heißt eine ähnliche Kampagne, die unter diesem Code-Wort in Freiburg, München und Münster läuft. Die richtet sich jedoch ausschließlich an Frauen. In Tübingen können sich auch Männer melden, die etwa Opfer von rassistischer Anmache geworden sind, erklärte Borghild Strähle vom Netzwerk Antidiskriminierung.

Im vergangenen Jahr hatte – nach Berichten über Anmache und Übergriffe etwa im Epplehaus – eine Debatte über sexualisierte Gewalt im Tübinger Nachtleben begonnen. „Uns ist es wichtig, dass wir ein deutliches Zeichen gegen sexuelle Belästigung und übergriffiges Verhalten setzen und Betroffenen praktische Unterstützung anbieten“, so Tübingens Erste Bürgermeisterin Christine Arbogast gestern. Alle sollten entspannt miteinander feiern und sich angstfrei in der Stadt bewegen können.

Von den 6000 Euro Projektkosten zahlt die Stadtverwaltung zwei Drittel, die Wirte übernehmen den Rest. Für die meldete sich Stadtpost-Betreiber Kutay Nergues zu Wort: „Eine super Idee!“ Es sei gut, dass Clubmitarbeiter und Gastronomen mit dem Thema nicht allein gelassen würden.

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01.02.2018, 21:00 Uhr
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