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Kaminverbot wird ab jetzt kontrolliert
Seit Februar dürfen in Stuttgart keine Komfort-Kamine mehr angeheizt werden. Foto: dpa
Umwelt

Kaminverbot wird ab jetzt kontrolliert

Die Einhaltung der Verordnung wurde wegen Personalmangels und EDV-Problemen bislang nicht überprüft.

23.11.2017
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Die entsprechende Landesverordnung ist bereits seit Ende Februar in Kraft, doch erst ab dem nächsten Feinstaub-Alarm lässt die Stadt Stuttgart die Einhaltung des sogenannten Komfort-Kaminverbots auch kontrollieren. Personalmangel und EDV-Probleme hätten dazu geführt, dass man das Verbot nicht früher habe überwachen können, teilte der Stuttgarter Bau- und Umweltbürgermeister Peter Pätzold (Grüne) am Mittwoch mit. Sieht man vom Einsatz eines Schornsteinfegers im Frühjahr ab, der vier Wochen lang Aufklärungsarbeit leistete.

Um etwaige Kaminsünder zu finden, musste die Stadt erst einmal herausfinden, wer einen Komfort-Kamin hat. Gemeint sind damit Öfen, die nicht die einzige Heizquelle im Haushalt sind, sondern vor allem zum Vergnügen angefeuert werden. Sie werden deshalb auch Romantikkamine genannt. Letztlich sei es nun gelungen, aus den Kehrbüchern von Schornsteinfegern einen ersten Datensatz mit rund 100 Adressen im Stuttgarter Talkessel herauszufiltern, so Pätzold. Zunächst habe es dabei Probleme mit dem entsprechenden Programm gegeben. Die Adressliste nun soll fortlaufend erweitert werden. Nach Schätzungen gibt es in Stuttgart, auf dessen Gebiet sich die Verordnung beschränkt, rund 20 000 Komfort-Kamine. 160 Ausnahmegenehmigungen wurden bisher erteilt.

Stichproben an der Haustür

Bis feste Stellen bewilligt sind, übernehmen Mitarbeiter aus Ordnungs- und Umweltamt die Kontrollen. Sobald der nächste Alarm gilt, gehen sie stets zu zweit auf Tour, klingeln bei Kaminbesitzern und überprüfen die Einhaltung des Verbots stichprobenartig. Die Information der Bürger stehe im Vordergrund, so Pätzold. Man wolle über die Verordnung aufklären. „Viele wissen nicht, ob sie von dem Verbot betroffen sind.“

Bei mehrmaligen Verstößen droht ein Bußgeld. Ein solches zu verhängen, wird jedoch schwierig, schließlich müssen die Kontrolleure wasserdicht nachweisen, dass jemand das Verbot ignoriert. Betreten dürfen sie die Wohnungen, wie beispielsweise auch GEZ-Kontrolleure, aber nicht. Es komme also auch darauf an, wie sich jemand bei der Kontrolle verhalte, ob er einsichtig oder abwehrend sei, erklärt Rathaus-Sprecher Sven Matis.

Trotz der Schwierigkeiten bei den Kontrollen hält die Behörde an der Sinnhaftigkeit der Landesverordnung fest. Laut Verkehrsministerium sind Komfort-Kamine die zweitwichtigste Quelle für Feinstaub in Stuttgart. „Deshalb müssen wir auch hier ansetzen, um die gesetzlich vorgegebenen Werte einzuhalten“, stellt Pätzold fest. Dominique Leibbrand

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23.11.2017, 06:00 Uhr
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