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Kämpferin für
Gerechtigkeit
Chefanklägerin in Den Haag: Fatou Bensouda. Foto: dpa

Kämpferin für Gerechtigkeit

Fatou Bensouda ist Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag. Zum ersten Mal geht es dort um die Zerstörung von Kulturerbe.

24.08.2016
  • JAN DIRK HERBERMANN

Den Haag. Vergewaltigung, Mord, Genozid: Die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) hat es normalerweise mit entsetzlichen Verbrechen gegen Menschen zu tun. Der jüngste Prozess jedoch stellt für die hartgesottene Juristin Fatou Bensouda (55) eine Premiere dar: Der Gerichtshof in Den Haag soll erstmals die Zerstörung von Stätten des Weltkulturerbes sühnen. Konkret geht es um Timbuktu in Mali. Im Jahr 2012 fielen islamistische Fanatiker in den Ort ein und vernichteten historische und religiöse Monumente von unschätzbarem Wert.

Die Chefanklägerin Bensouda stellte vor dem ersten Verhandlungstag am Montag klar: In dem Pilot-Verfahren drehe sich nicht nur um Vandalismus, sondern auch um einen „gezielten Angriff“ auf Identität und Glauben der Menschen. Kurz, um Kriegsverbrechen, die vor den IStGH gehören.

Fatou Bensouda aus dem afrikanischen Gambia wird von einem leidenschaftlichen Sinn für Gerechtigkeit angetrieben – er liegt nach eigenen Worten in ihrer DNA. Attacken auf Schwache und Wehrlose versetzten bereits das kleine Mädchen Fatou in Rage. Die Oberschülerin schlich sich in Gerichtsverhandlungen, immer beseelt von der Überzeugung, dass Fairness und Redlichkeit obsiegen müssen.

Hohe analytische Intelligenz, Ausdauer und Biss im Jura-Studium ebneten Fatou Bensouda den Weg bis an die Spitze von Gambias Justizministerium. Seit 2012 bekleidet sie den Posten der Chefanklägerin beim IStGH. Seitdem ermittelt die Afrikanerin vor allem gegen mutmaßliche Verbrecher auf ihrem eigenen Kontinent – wie jetzt in Mali. Vorwürfe, der gesamte Strafgerichtshof sei ein neokoloniales Instrument der Europäer, lässt Bensouda nicht gelten: „Die Opfer verdienen Gerechtigkeit. Ohne den IStGH werden sie keine Gerechtigkeit erfahren.“

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24.08.2016, 06:00 Uhr
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