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Stuttgart

Kälte im Südwesten: aber wenig Streusalz auf den Straßen

Der Winter hält Baden-Württemberg weiter im eisigen Griff - auf die Streusalzlager im Land scheint das jedoch kaum Auswirkungen zu haben.

24.02.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. Die Stadt Stuttgart hat seit Anfang November gerade mal 1258 Tonnen Salz verbraucht. Im Vorjahreszeitraum waren es fast 1000 Tonnen mehr, wie eine Sprecherin der Abfallwirtschaft in Stuttgart auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Auch die Stadt Karlsruhe schätzt, dass sie deutlich weniger Salz benötigen wird. In der laufenden Saison streute sie bislang 700 Tonnen, im vergangenen Winter insgesamt 2100 Tonnen.

Eine Erklärung für den geringen Streusalzverbrauch könnte der milde Januar gewesen sein, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. Im Februar sind die Temperaturen dann in den Keller gestürzt. Demnächst drohen nachts bis zu minus 15 Grad. Insgesamt sei es bislang kälter als in einem durchschnittlichen Winter gewesen, sagte der Meteorologe. Allerdings sei es weitgehend trocken geblieben.

Auch in Freiburg ist man noch weit entfernt vom Vorjahresverbrauch von rund 1600 Tonnen Salz und rund 82 000 Litern Salzsole, einer Salzlösung, die länger auf den Fahrbahnen verbleibt als Streusalz. Hier landeten nach Angaben der Stadt bislang 450 Tonnen Salz und rund 45 000 Liter Sole auf den Straßen. «Unsere Lager sind voll, wir haben aber vorsorglich schon nachbestellt», sagte eine Sprecherin.

Nur in Ulm zeigt sich ein umgekehrtes Bild. In der Stadt nahe der Schwäbischen Alb wurden seit Oktober fast dreimal so viel Tonnen Streumittel wie im Vorjahreszeitraum verbraucht, rund 2000 Tonnen im Vergleich zu 750 Tonnen. «Wir hatten einen sehr intensiven Dezember», sagte der Leiter der Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm (EBU), Michael Potthast. Trotzdem liege die Menge noch im normalen Rahmen. «Dieses Jahr sind wir noch weit entfernt von den Rekordjahren 2005 und 2010, in denen mehr als 7500 Tonnen Salz und Splitt verstreut wurden.»

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24.02.2018, 11:42 Uhr | geändert: 24.02.2018, 11:00 Uhr
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