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KOMMENTAR: Aussicht auf langsamere Talfahrt

Konjunkturelle Ausschläge nach oben und unten sind die Maschinenbauer gewöhnt. Dass jedem Boom eine ordentliche Talfahrt folgt, gehört in der Investitionsgüterindustrie zum Alltag, so schnell hält man in dieser Branche nicht die Luft an. Nur wer sich dies bewusst macht, kann die ganze Tragweite des Absturzes ermessen, den die Maschinenbauer im Land derzeit durchmachen.

22.07.2009

Nach sechs Jahren Dauer-Boom mit einer Umsatzsteigerung um 50 Prozent jetzt eine Halbierung des Geschäftsvolumens binnen Monaten. Ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht, bestenfalls die Aussicht darauf, dass sich das Tempo des Rückschlages verlangsamt.

Um so bemerkenswerter ist es, dass die mittelständischen Unternehmen, die den Wirtschaftszweig prägen, der im Südwesten die meisten Industrie-Beschäftigte hat, alles daran setzen ihre qualifizierten Mitarbeiter zu halten. Hierbei kommt ihnen und insbesondere den Beschäftigten zu Pass, dass die Firmen in den guten Jahren ihre Finanzkraft gestärkt haben und mit einer durchschnittlichen Eigenkapitalquote von 34 Prozent ein so gutes Finanzpolster aufweisen wie schon lange nicht mehr. Im Prinzip sind die Chancen also nicht schlecht, dass die Maschinenbauer diese Krise ohne einen allzu großen personellen Aderlass durchstehen können.

Dazu darf sich die Durststrecke allerdings nicht mehr lange hinziehen. Doch genau dafür gibt es bislang kaum wirklich belastbare Fingerzeige. Denn die neuen Wachstumsmärkte China oder Indien allein werden es jedenfalls nicht richten. NIKO FRANK

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22.07.2009, 12:00 Uhr
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