Stuttgart

Justizminister Wolf stellt Opferbeauftragten vor

Elf Menschenleben kostete der Anschlag im Jahr 2016 auf einen Berliner Weihnachtsmarkt. Für Opfer von Terroranschlägen gibt es in Baden-Württemberg jetzt eine neue Anlaufstelle.

01.07.2020

Von dpa/lsw

Guido Wolf, der Justizminister von Baden-Württemberg. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Stuttgart. Opfer von Terroranschlägen oder Amokläufen sowie deren Angehörige können sich in Baden-Württemberg an einen Beauftragten wenden. Justizminister Guido Wolf (CDU) stellt ihn heute öffentlich vor. Der Beauftragte nimmt am selben Tag seine Arbeit auf. Die zentrale Anlaufstelle für Opfer und ihre Angehörigen ist im Justizministerium angesiedelt. Die Organisation Weißer Ring hatte sich zum Jahresbeginn skeptisch geäußert. Der neue Beauftragte dürfe kein Feigenblatt für fehlende Unterstützung von Opfern sein, hatte Landeschef Erwin Hetger damals gemahnt.

Bei einem Anschlag 2016 auf den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin waren elf Menschen gestorben. Die Bundesregierung ernannte damals den früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck zum Beauftragten für die Anliegen der Opfer dieses Anschlags und deren Hinterbliebenen. Beck empfahl in seinem Abschlussbericht Anlaufstellen für Opfer auch in den Ländern zu schaffen. Diese Empfehlung setzt Baden-Württemberg jetzt um.

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Erstellt:
1. Juli 2020, 07:40 Uhr
Aktualisiert:
1. Juli 2020, 07:40 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2020, 07:40 Uhr

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