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Stuttgart/Böblingen

Justiz bereitet sich auf mehr ältere Gefangene vor

Der demografische Wandel macht nicht vor den Gefängnistoren halt: Mit dem wachsenden Anteil älterer Menschen an den verurteilten Straftätern spielen auch Unterbringung und Vorbereitung ihrer Entlassung eine größere Rolle.

18.04.2018

Von dpa/lsw

Guido Wolf (CDU), Justiz- und Europaminister von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv dpa/lsw

Stuttgart/Böblingen. Derzeit liegt die Zahl der Gefangenen über 60 Jahre bei 304. Von ihnen sind 58 über 70 Jahre alt. Im vergangenen Jahr waren es 283, darunter 63 über 70 Jahre. «Wir reagieren mit einem Bündel von Maßnahmen auf diese stetige Entwicklung», sagte Justizminister Guido Wolf (CDU) in Stuttgart.

Er nannte die Außenstelle Singen der Justizvollzugsanstalt Konstanz, die speziell auf die Unterbringung von Gefangenen im Alter über 62 Jahre ausgerichtet ist. Auch beim Neubau der Justizvollzugsanstalt Rottweil seien Haftplätze speziell für ältere Gefangene vorgesehen. Pflegebedürftige ältere Gefangene können im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg versorgt werden.

Der Verband Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg stellt an diesem Mittwoch in Böblingen ein Projekt zur landesweiten «Wiedereingliederung von älteren Gefangenen» vor. Insbesondere soll es um den Übergang vom Vollzug in Pflege oder Betreuung gehen.

Die Behandlung älterer Gefangener unterscheidet sich laut Justizministerium von der jüngerer Häftlinge. Bei ihnen kämen Drogenprobleme, Nationalitätenkonflikte oder Gewalt unter Gefangenen im Alltag kaum vor.

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Erstellt:
18. April 2018, 07:49 Uhr
Aktualisiert:
18. April 2018, 07:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. April 2018, 07:20 Uhr

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