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Ein Baum voller Wünsche

Jugendgemeinderat bittet um Geschenke für Flüchtlingskinder

Geschenke für die, die selten Geschenke bekommen: Mit der „Aktion Wunschbaum“ will der Jugendgemeinderat in Kooperation mit dem Asylzentrum Flüchtlingskindern Wünsche erfüllen. Die Tübinger sollen dabei mithelfen.

15.11.2011

Von Fabian Ziehe

Tübingen. „Die Kinder wussten erst gar nichts Großes, was sie sich wünschen könnten“, sagt Jugendgemeinderätin Marlene Naumann. Etwas „Großes“, das ist ein Wunsch, der zu erfüllen nicht teurer ist als 40 Euro. Für viele Flüchtlingskinder ist das ein kleines Vermögen. Die Tübinger Jugendgemeinderäte hatten zum Vorbereiten der dritten Auflage der Aktion Wunschbaum die Flüchtlingsunterkünfte in Weilheim und der Weststadt besucht.

„Wenn die Kinder dort schon kein großes Weihnachtsfest feiern können, sollen sie wenigstens schöne Geschenke bekommen“, sagt Naumann. 50 Wünsche von Eltern Neugeborener bis zu 18-Jährigen haben die Jugendgemeinderäte gesammelt. Am Montag hängten sie diese Wünsche symbolisch an einen Weihnachtsbaum vor dem Tübinger Rathaus. Die Jungräte rufen die Mitbürger auf, beim Erfüllen zu helfen. Jeder, der will, übernimmt einen Wunsch (wie es geht: siehe Kasten). Geschenkübergabe ist am Dienstag, 6. Dezember, von 16 bis 19 Uhr.

Der Eine braucht Fußballschuhe, um im Verein mitzukicken. Ein Anderer ein Fahrrad, um einfacher dorthin zu kommen, wo er etwas unternehmen kann. Ein Kleinkind braucht einen Schneeanzug – so etwas ist in den Kleiderspenden kaum zu finden. Viele Jugendliche wünschen sich Gutscheine für Elektronik, CDs oder Drogerieartikel.

Mit der Aktion will der Jugendgemeinderat an die Lage der Kinder erinnern. „Kinderarmut ist auch in Tübingen ein Thema“, sagt Sozialpädagoge Stefan Holzinger, der für die Stadt den Jugendgemeinderat unterstützt. Schon bei den Aktionen zuvor hatte der damalige Jugendgemeinderat benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt. 2008 war der Wunschbaum mit der Aktion Sahnehäubchen verknüpft. 2010 erfüllte das Spenden-Projekt 300 Wünsche von Kindern mit Bonuscard.

„Dieses Mal haben wir den Rahmen verkleinert“, sagt Anselm Fliethmann. Der neue Jugendgemeinderat tagte erst Ende September zum ersten Mal, die Vorbereitungszeit war kurz. Bürgermeister Michael Lucke freut es, dass die Nachwuchsräte die Aktion der Vorgänger fortführen. „Es müsste doch machbar sein, 50 Geschenke zu bekommen“, sagte Lucke. Hinsichtlich der Spendenbereitschaft der Tübinger sei er „optimistisch“ gestimmt.

Eine Tanne für die Wünsche von 50 Tübinger Flüchtlingskindern: Vor dem Rathaus dekorierte Nachwuchs-Gemeinderätin Amely Krafft (SPD) mit den Jugendgemeinderäten Marlene Naumann, Anselm Fliethmann und Laura Eichinger den Wunschbaum – und Bürgermeister Michael Lucke half beim Entwirren der Fäden (von links).Bilder: Sommer

Das TAGBLATT veröffentlicht bis kommenden Montag alle 50 Wünsche. Unter www.aktion-wunschbaum.de sind sie ebenfalls zu finden (unter Telefon 0 7 0 71 / 3 65 91 74 zu erfragen). Wer einen Wunsch erfüllen will, klickt ihn dort an und füllt das Formular aus. Die Geschenke nimmt die Rathaus-Pforte bis Montag, 28. November, entgegen. Nicht schenken, dafür spenden – auch das geht: Aktion Wunschbaum, Kontonummer: 1623596, KSK Tübingen, BLZ 641 500 20.
Die ersten 10 Wünsche:
1. H&M Gutschein – Mädchen (3 Monate), 2. Babypuppe – Mädchen (5 Jahre), 3. Fahrrad – Junge (6 Jahre), 4. WM-Fußball und Pumpe – Junge (7 Jahre), 5. Gutschein H&M, Saturn, Müller oder ein Glätteisen – Mädchen (16 Jahre), 6. Baseball-Kappe von „American Star“ mit New-York-Symbol, Baseballspieler und „Indianer“ – Junge (10 Jahre), 7. Saturn Gutschein – Mädchen (10 Jahre), 8. Fahrrad und Helm – Junge (4 Jahre), 9. H&M-Gutschein – Junge (1, 5 Jahre), 10. Schneeanzug und Winteranzug – Junge (9 Monate)

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Erstellt:
15. November 2011, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
15. November 2011, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. November 2011, 12:00 Uhr

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