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Erster Auftritt des selbsternannten Normalos

Jürgen Klopp bezeichnet sich bei seiner Vorstellung als "The Normal One"

Bei seiner Vorstellung als Trainer des FC Liverpool bemüht sich Jürgen Klopp den enormen Rummel um seine Person zu bremsen. Gleichzeitig offenbart der langjährige BVB-Coach große Ambitionen.

10.10.2015
  • SID

Liverpool Nach nicht einmal einer halben Stunde hatte Jürgen Klopp beim englischen Fußball-Traditionsklub FC Liverpool seine erste Duftmarke gesetzt: Wenn José Mourinho sich selbst als "The Special One" bezeichne, sei er schlichtweg "The Normal One", sagte der 48-Jährige bei seiner Vorstellung und erntete für den Vergleich mit seinem selbstverliebten Kollegen vom FC Chelsea die Lacher der versammelten Journalistenschar im brechend vollen Presseraum an der legendären Anfield Road.

Mit einem betont bodenständigen Auftritt bemühte sich Liverpools neuer "Messias", den Kult um seine Person einzubremsen - und offenbarte doch seine großen Ambitionen. Die Vorfreude auf seinen neuen Job bei den ruhmreichen Reds war Klopp gut vier Monate nach seinem Abschied von Bundesligist Borussia Dortmund auch deutlich anzusehen.

Das breite Grinsen, mit dem der langjährige BVB-Erfolgscoach im Blitzlichtgewitter das Podium betreten hatte, wich ihm während seiner rund 50-minütigen Erklärungen zum Dienstantritt kaum einmal aus dem Gesicht. Klopp wirkte nach seiner Auszeit aufgeräumt, entspannt und zugleich voller Tatendrang. "Es ist Zeit für einen Neustart", erklärte Klopp und dürfte damit so manchen treuen Anhänger des seit Jahren darbenden Traditionsklubs aus dem Herzen gesprochen haben: "Es ist wichtig, dass die Spieler einen Unterschied spüren und merken, dass sie die hohen Erwartungen der Fans mit ihrem Einsatz auf dem Feld erfüllen können." Mit Leidenschaft und dem in Dortmund stilprägenden "Umschaltspiel" wolle er den Klub wieder nach vorne bringen. Dabei vergaß Klopp nie, die nötige Demut vor der Aufgabe bei Englands früherem Rekordmeister zu zeigen. "Es ist die größte Ehre, die ich mir vorstellen kann", sagte Klopp: "Einer der größten Klubs der Welt gibt mir die Chance zu helfen." Er sei nunmal "so etwas wie ein Fußball-Romantiker", und "viel größer als die Anfield Road" gehe es für so jemanden nicht.

Selbst die Gerüchte, er habe wegen des umstrittenen Transferkomitees - welches in Liverpool über die Verpflichtung neuer Spieler entscheidet - bei der Vertragsunterschrift gezögert, wischte Klopp mit einer entschlossenen Bescheidenheit beiseite: "Ich bin kein Genie und weiß nicht mehr als alle anderen. Ich habe das erste und das letzte Wort, in der Mitte muss ich nicht mitreden." Der "Klopp of the Kops", in Anspielung auf die TV-Sendung "Top of the Pops" und Liverpools berühmteste Fantribüne, war in den Bars der Stadt seit Tagen Gesprächsthema Nummer eins.

Jürgen Klopp bezeichnet sich bei seiner Vorstellung als "The Normal One"

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10.10.2015, 12:00 Uhr
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