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Stuttgart 21

Jubiläumsdemo gegen den Tiefbahnhof

Die Gegner des Projekts kommen am Montag zur 500. Kundgebung zusammen.

01.02.2020

Von Tilman Baur

Meist sind es zwischen 250 und 450 Menschen, die jeden Montag gemeinsam protestieren. Foto: Ferdinando Iannone

Stuttgart. Mal kam ein Dutzend, mal kamen Tausende. Meist sind es zwischen 250 und 450 Menschen, die sich jeden Montag auf dem Schlossplatz oder vor dem Hauptbahnhof einfinden, um ihren Unmut gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 kundzutun. Gut möglich, dass die Zahl an diesem Montag beträchtlich steigen wird. Denn es steht die 500. Demo an.

Unabhängig davon, was man über das Großprojekt im Herzen der Landeshauptstadt denkt, dürften die meisten Stuttgarter sich darüber einig sein, dass der Protest die Stadt verändert hat. Und dass er zäh ist. Bereits im November 2009 formierten sich Bahnhofsgegner zur ersten offiziellen Montagsdemonstration. Ein knappes Jahr später eskalierte der Konflikt um S21 am Schwarzen Donnerstag, als bei einem Polizeieinsatz viele Menschen verletzt wurden.

Auch zur Wahl des ersten grünen Ministerpräsidenten haben die Proteste erheblich beigetragen. Winfried Kretschmann hat den Konflikt jüngst in einem Zeitungsinterview dank des Volksentscheids für befriedet erklärt. Das sehen die „Obenbleiber“ anders. Für sie ist das Projekt nach wie vor zum Scheitern verurteilt. Ihre Forderungen sind seit einem Jahrzehnt unverändert: Bahn und Politik sollen sich einsichtig zeigen, die Reißleine ziehen und das Konzept eines erweiterten Kopfbahnhofs umsetzen.

Ihren Argumenten werden sie am Montag wieder lautstark Gehör verschaffen. Ab 17.30 Uhr steigt die große Protestparty vor dem Hauptbahnhof. Redebeiträge steuern unter anderem die Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig (Die Linke), der Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim und sein Berufskollege Hermann Knoflacher bei. Die Stadt rechnet mit bis zu 1000 Teilnehmern, Matthias von Herrmann, Sprecher des Vereins Parkschützer, geht von 3000 Menschen aus.

Weil die Stadt ab 17.30 Uhr die Busspur und alle drei Autospuren auf der Seite des Hauptbahnhofs sperrt, rät sie, auf andere öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. „Es wird auf jeden Fall zu Verkehrsbehinderungen kommen“, sagt Stefan Prägert vom Ordnungsamt. Von einer friedlichen Demo gehen alle aus – inklusive Polizei. „Die Demos der vergangenen Jahre und Monate waren ohne polizeiliche Vorkommnisse“, sagte Polizeisprecher Jens Lauer.

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Erstellt:
1. Februar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Februar 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2020, 06:00 Uhr

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