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Ein Coup zur Eröffnung

Jonathan Meese soll "Parsifal" inszenieren

Die Bayreuther Festspiele haben den Skandalkünstler Jonathan Meese als Regisseur für "Parsifal" 2016 verpflichtet.

26.07.2012
  • DPA

Bayreuth Der skandalumwitterte Künstler Jonathan Meese soll 2016 in Bayreuth die Oper "Parsifal" inszenieren. Die Festspielleiterinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier verkündeten die Personalie am Mittwoch kurz vor dem Beginn der diesjährigen Richard-Wagner-Festspiele.

Jonathan Meese gilt als eine der provokantesten Figuren der Kunstszene. Er wurde 1970 in Tokio geboren, die Mutter stammte aus Deutschland, der Vater aus Großbritannien. Auf der Berlin Biennale wurde er mit der Installation "Ahoi de Angst" schlagartig bekannt. Mit Parsifal hat sich Meese bereits beschäftigt. Er stellte einen drehbaren "Parzivalkopf", einen Schädel Richard Wagners, für seine Performance "Jonathan Meese ist Mutter Parzival" her.

Eine Opernregie hat der Performance- und Aktionskünstler bisher nicht geliefert. Fremd ist ihm die Bühne nicht. 2007 inszenierte er eine wirre Performance, "Die Frau - Das Erzmanifest der Vorrevolution", an der Berliner Volksbühne. Ein chaotisches Sammelsurium, ohrenbetäubender Hardrock und ermüdende Tiraden und Monologe zeichneten das Werk aus. Wüst ist auch die Bilderwelt Meeses, die von maskierten Gestalten, außerplanetarischen Kriegern, Totenköpfen und erigierten Penissen bevölkert wird. In London pöbelte Meese das Publikum mit "Heil Hitler" an. In seinen Werken beschäftigt er sich mit Diktatoren von Hitler und Stalin bis Pol Pot, er selbst hat die "Diktatur der Kunst" ausgerufen.

Richard Wagners Spätwerk "Parsifal" in der Hand ungewöhnlicher Künstler - nicht das erste Mal wagt sich Bayreuth an diese Konstellation. 2004 holte der damalige Festspielleiter Wolfgang Wagner den Regisseur und Aktionskünstler Christoph Schlingensief auf den Grünen Hügel, um die Oper zu inszenieren. Schlingensiefs Produktion spaltete das Publikum. Dann folgte wieder ein erfahrener Opernregisseur für den "Parsifal": Stefan Herheim inszenierte 2008 das mehrstündige Werk. In diesem Jahr wird seine Produktion zum letzten Mal in Bayreuth zu sehen sein.

Die Titelpartie im neuen "Parsifal" soll in vier Jahren Tenor Klaus Florian Vogt singen. Er singt in diesem Jahr den Schwanenritter in "Lohengrin". Bald beginnen auch erste Proben zur "Ring"-Produktion 2013 unter der Regie von Frank Castorf. Seine Inszenierung bildet den Höhepunkt des kommenden Jahres, wenn Richard Wagners 200. Geburtstag gefeiert wird.

Jonathan Meese soll "Parsifal" inszenieren
Der Skandalkünstler und Exzentriker Jonathan Meese soll 2016 auf dem Grünen Hügel Aufsehen erregen.

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26.07.2012, 12:00 Uhr
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