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Jetzt volle Konzentration auf die EM

Sind Sie heute schon beglückwünscht worden, weil Sie die Fahrt zur Arbeit ohne Kratzer am Auto unfallfrei absolviert haben oder weil Ihnen das Mittagessen nicht angebrannt ist? Sicherlich nicht! Denn all das scheinen Selbstverständlichkeiten zu sein. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hingegen durfte sich gestern nach beglückwünschen lassen.

12.10.2015
  • GEROLD KNEHR

Trotz enormer Kratzer am Lack qualifzierte sie sich gerade noch so für die ,Europameisterschaft 2016 in Frankreich.

Grund zu überschäumender Freude besteht nach der gestrigen Zitterpartie aber nicht. Für einen amtierenden Weltmeister sollte das Erreichen der EM-Endrunde selbstverständlich sein. Zudem hat die Uefa die Endrunde in Frankreich 2016 erstmals von bisher 16 auf 24 Teams aufgebläht. Sportlich kommt das einer Entwertung der Europameisterschaft gleich. Wer auch nur halbwegs vernünftig mit dem Ball umgehen kann, ist nächstes Jahr dabei. Ein deutsches Scheitern wäre also weit mehr als nur ein Kratzer am weltmeisterlichen Lack, sondern ein hochnotpeinlicher Unfall gewesen.

Es höchste Zeit, die WM vor eineinhalb Jahren in Brasilien gedanklich hinter sich zu lassen. Denn von den Meriten der Vergangenheit lassen sich nicht automatisch Erfolge für die Zukunft ableiten. Das 0:2 vor einem Jahr in Polen und die beiden Begegnungen gegen Irland (Hinspiel 1:1, Rückspiel 0:1) haben gezeigt, dass die deutsche Mannschaft in der EM-Qualifikation einige Male bedenklich ins Stolpern geraten ist. Nach den Rücktritten von Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miroslav Klose befindet sich die Mannschaft im Umbruch. Bastian Schweinsteiger und die neuen Leader Manuel Neuer, Thomas Müller, Jerome Boateng, Mats Hummels und Toni Kroos haben allesamt die Qualität, die Nationalelf zu weiteren Titeln zu führen.

Dennoch sind einige scheinbar feststehende Gesetzmäßigkeiten im deutschen Fußball zu hinterfragen. So steht unwidersprochen die These im Raum, die Nationalelf sei eine Turniermannschaft. Sie will besagen, dass auf die Mannschaft, immer wenn es darauf ankommt, Verlass ist. Doch ein solcher Glaube kann sich eines Tages durchaus mal als trügerisch erweisen. Das Team muss sich auch gegen vermeintliche Außenseiter oder in Testspielen auf ihre wesentliche Stärke konzentrieren. Dann hat sie sich ihre Glückwünsche verdient.

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12.10.2015, 12:00 Uhr
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