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Akquise macht Fortschritte

Jetzt heißt das Reutlinger Programmkino doch Kamino

Eigentlich sollte der große Kamin auf dem Wendler-Areal dem Reutlinger Programmkino seinen Namen geben. Doch weil der Titel „Kamino“ in Deutschland bereits geschützt war, durfte er nicht verwendet werden. Bis auf weiteres lautete der Arbeitstitel deshalb „Kino am Kamin“. Umso überraschter waren manche Gäste des Open-Air-Sommerkinos im Spitalhof, dass die Programmkino-Freunde an ihrem Stand wieder mit dem schönen Namen „Kamino“ für ihr Anliegen und um weitere Genossenschaftsmitglieder warben.

30.08.2014

Von Uschi Kurz

Was war geschehen? Programmkino-Initiator Klaus Kupke ließ gestern auf unsere Anfrage hin die Katze, respektive den Kamino aus dem Sack. Andreas Kissel, der in der Genossenschaft für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, habe sich nicht damit abgefunden, den passenden Namen einfach so aufzugeben. Er telefonierte mit dem Rechteinhaber, einer Musikgruppe aus Karlsruhe namens Kamino. Alle anderen Firmen beziehungsweise Initiativen, die den Begriff Kamino in Deutschland verwenden, tun dies ohnehin ungeschützt. Und siehe da, die Musiker hatten überhaupt nichts dagegen, dass ihr geschützter Band-Name künftig auch für ein Programmkino steht. Eine entsprechende Erklärung, so Kupke, sei von den Rechteinhabern bereits unterzeichnet worden. Man habe lediglich ein kleines Joint Venture beschlossen: „Die Musikgruppe kommt zu unserer Eröffnung und wird da spielen.“ Was Kamino für Kamino aufspielt, ist noch nicht klar. Kupke glaubt, ihre Musikrichtung sei Tango. Hört sich doch gut an.

Nach der positiven Nachricht von vor zwei Wochen, dass die Genossenschaft jetzt endlich im Handelsregister eingetragen ist (wir berichteten), ist dies nun schon die nächste frohe Botschaft. Auch die Akquise macht Fortschritte. In den vergangenen Tagen haben bei kühler Open-Air-Witterung im Spitalhof spontan fünf neue Mitglieder Anteile gezeichnet, zahlreiche weitere haben die Unterlagen mitgenommen und überlegen sich einen Beitritt. Damit hat die junge Genossenschaft bereits über 460 Mitglieder und über 550 Anteile à 200 Euro.

Lediglich das Einziehen der Anteile, das jetzt mit Eintrag der Genossenschaft fällig wird, bereitet den Programmkino-Machern noch etwas Kopfzerbrechen. Da es sich um eine Einmalzahlung handel, ist das auf den Beitrittserklärungen – nach dem Vorbild anderer Genossenschaften – verwendete Lastschriftverfahren denkbar ungeeignet. Für jeden einzelnen Einzug müssten Namen, Adressen und IBAN-Nummern eingegeben werden. „Ein Verfahren, das mich wahrscheinlich bis Weihnachten beschäftigen würde“, befürchtete Karin Zäh, die für die Finanzen zuständig ist. Sie hat deshalb alle Mitglieder angeschrieben und gebeten, das Geld für ihre gezeichneten Anteile selbst auf das Konto des Programmkinos zu überweisen. Bleibt zu hoffen, dass die Zahlungsmoral der frischgebackenen Genossenschaftler nicht hinter ihrer Begeisterung für das Projekt zurücksteht.

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Erstellt:
30. August 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
30. August 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. August 2014, 12:00 Uhr

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