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Karlsruhe/Stuttgart

Jetzt Leiten Eheleute beide Landesmuseen

Unbemerkt vollzieht sich nächste Woche quasi die endgültige Fusion des Landes: Die beiden Landesmuseen werden jetzt von Eheleuten geleitet.

28.06.2014

Von BETTINA WIESELMANN

Karlsruhe/Stuttgart Wahrlich eine Zäsur: Nach 22 Jahren an der Spitze des Badischen Landesmuseums verlässt Harald Siebenmorgen zum Monatsende das Haus. Bei der großen Abschiedsfeier gestern Abend in Karlsruhe - eine Bürgerwehr schoss Salut - rühmte Kunstministerin Theresia Bauer den 64-Jährigen als hochkompetenten Museumsmanager und weithin beachteten Ausstellungsmacher, der sich "mit Herz und Verstand" große Verdienste erworben habe. Mit seinen "kreativen, mitunter unkonventionellen Ideen setzte er bundesweit Impulse." Siebenmorgen selbst beschreibt es so: "Als ich hier ankam, habe ich erst mal alle Türen und Fenster geöffnet." Mit Erfolg: Das Badische Landesmuseum ist mit durchschnittlich rund 300.000 Besuchern im Jahr das bestbesuchte Museum im Land.

Eckart Köhne.

Natürlich war auch Siebenmorgens rührige Stuttgarter Kollegin, die Direktorin des Landesmuseums Württemberg, Cornelia Ewigleben, anwesend. Und Eckart Köhne. Als Direktor des Historischen Museums der Pfalz Speyer ist auch Köhne Kollege. Mehr noch: Der 47-jährige gebürtige Karlsruher wird am 1. Juli Siebenmorgens Nachfolger. Was ganz und gar ungewöhnlich ist: Der neue erste Mann am Badischen Landesmuseum ist mit der Chefin des Landesmuseums Württemberg verheiratet. Die Findungskommission, die vergangenen November unter 43 Bewerbern für den ausgewiesenen Museumsmanager votiert hatte, der derzeit auch Präsident des Deutschen Museumsbunds ist, wusste davon. "Die familiären Verhältnisse haben die Entscheidung in keiner Weise beeinflusst", heißt es im Ministerium. Köhne habe mit seiner Persönlichkeit, seiner Fachkompetenz und mit seinen Vorstellungen, wie er das Badische Landesmuseum in die Zukunft führen möchte, überzeugt.

Cornelia Ewigleben

Ewigleben freut sich. Wie ihr Mann, den sie vor 15 Jahren am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg kennengelernt hat, ist sie studierte Archäologin und war einst Vorgängerin von ihm in Speyer: "Man könnte sich vorstellen, dass die sehr gute Kooperation beider Häuser fortgesetzt wird." Jedes Haus habe selbstverständlich sein Profil, "aber wir versuchen immer auch, die Baden-Württemberg-Flagge hochzuhalten." Öfter sehen werde man sich allerdings kaum.

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Erstellt:
28. Juni 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
28. Juni 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2014, 12:00 Uhr

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