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Studie

Jeder zehnte Rentnerhaushalt armutsgefährdet

02.12.2015
  • DPA

Berlin. Rentner in Deutschland haben ein deutlich höheres Armutsrisiko als Rentner in anderen EU-Ländern wie Frankreich, Dänemark oder den Niederlanden. Fast jeder zehnte Rentnerhaushalt liegt hierzulande bei weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens. Das Armutsrisiko liegt aber immer noch unter dem OECD-Schnitt. Das geht aus einer in Berlin vorgestellten Erhebung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor.

Das Armutsrisiko der Rentnerhaushalte in Deutschland liegt bei 9,4 Prozent, in den Niederlanden sind es 2, in Frankreich 3,8, in Dänemark 4,6 Prozent. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 12,6 Prozent. Deutlich mehr arme Rentner gibt es etwa in Estland (12,6 Prozent), der Türkei (18,4) und Japan (19,4).

Mit 62,7 Jahren liegt das tatsächliche Rentenalter in Deutschland unter OECD-Schnitt. Der Anteil der Älteren im Job ist in den vergangenen Jahren in keinem OECD-Land so stark gestiegen wie hier - allerdings von einem vergleichsweise niedrigem Niveau. Bei den 55- bis 64-Jährigen stieg er von 42 Prozent 2004 bis 66 Prozent im vergangenen Jahr.

Die Rentenfinanzen kann Deutschland vergleichsweise gut im Griff behalten. Die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung steigen laut der Studie bis 2060 von rund 10 auf knapp 13 Prozent des Bruttosozialprodukts.

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02.12.2015, 08:30 Uhr
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