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Jeder Vierte
wird nicht
eingelöst
Jochen Schweizer verkauft Erlebnis-Gutscheine. Foto: dpa
Geschäftsmodell

Jeder Vierte wird nicht eingelöst

Anbieter wie Jochen Schweizer leben davon, dass ein Großteil der Gutscheine verfallen.

01.09.2017
  • CAROLINE STRANG

München. Portale wie „Jochen Schweizer“ oder „Mydays“, die mit Gutscheinen für bestimmte Erlebnisse Geld machen, vom Klettern bis zum Hubschrauberflug, planen mit einer so genannten „No-Show-Quote“. Die besagt, wie viele solcher Action-Gutscheine nicht eingelöst werden. Die Firmen kassieren das Geld für den Gutschein, bezahlen den Veranstalter – nach Abzug einer Vermittlungsprovision – aber erst, wenn das Ganze wirklich stattfindet. Manchmal also gar nicht.

Die Bilanz 2012 von Jochen Schweizer weist diese Quote aus. Damals waren über mehrere Jahre rund 72 Mio. EUR an Einnahmen für verkaufte Gutscheine zusammengekommen. Das Unternehmen rechnete damit, dass 42 Mio. EUR davon vermutlich nie eingelöst werden – also mehr als die Hälfte. Ende 2015 wies die Bilanz des Portals laut „Manager Magazin“ einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 69 Mio. EUR aus. Dennoch liege keine Überschuldung vor, „da enorme stille Reserven aus voraussichtlich nie zur Einlösung kommenden Gutscheinen und noch nicht realisierten Vermittlungsprovisionen aus künftigen Einlösungen in den erhaltenen Anzahlungen enthalten sind“, schrieb Schweizer im Jahresabschluss.

Experten gehen davon aus, dass mindestens jeder vierte Gutschein nicht eingelöst wird. Jochen Schweizer hat seine Firma inzwischen verkauft, sie gehört nun mehrheitlich zum Medienriesen Pro Sieben Sat 1 und wurde mit dem ehemaligen Konkurrenten Mydays zusammengelegt.

Börsengang gefloppt

Probleme hat das Portal Groupon. Der US-Anbieter von Gutscheinen verschiedenster Art an Waren und Dienstleistungen galt vor einigen Jahren als das am schnellsten wachsende Unternehmen weltweit. Inzwischen ist ein Börsengang gefloppt, das Unternehmen schreibt weiter rote Zahlen. Weil das Geschäftsmodell so leicht zu imitieren ist, machen andere Anbieter dem einstigen Vorreiter das Leben schwer. Zudem ist umstritten, ob solche Gutscheine langfristig mehr Umsatz bringen oder nur Schnäppchenjäger anziehen. Caroline Strang

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01.09.2017, 06:00 Uhr
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