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Japanisch-deutscher Schwertkunst-Austausch
Am Künstlerhof trafen sich japanische und deutsche Schwertkunst: von links Prof. Koji Kazuma, Britta Hagmeyer, Wolfgang Abart und Stefan Mäder. Privatbild
Wuchtige Schläge

Japanisch-deutscher Schwertkunst-Austausch

Ein japanisch-deutscher Kulturaustausch stand am Samstag beider Gruppe Lebendige Schwertkunst im Künstlerhof auf dem Programm.

31.08.2016
  • ST

Rottenburg. Am Samstag waren bei Wolfgang Abart im Künstlerhof Dr. Stefan Mäder und Prof. Koji Kazuma von der Kogakuin University nebst Gattin zu Gast. Mäder, seines Zeichens 6. Dan Kendo (ein hoher Grad in der sportlichen japanischen Schwertkunst) sowie deutscher Forscher und Archäologe hatte den Kontakt hergestellt.

Da alle drei sich seit vielen Jahren intensiv mit der Geschichte des Schwertes beschäftigen, bestand großes Interesse an einem persönlichen Austausch.

Wie Abart berichtet, hatte Mäder vor einigen Jahren mit der Unterstützung des Stuttgarter Landesmuseums fünf alamannische Klingen in Japan schleifen und beurteilen lassen, einige Zeit in Japan verbracht und hierbei Prof. Kazuma (7. Dan Kendo und Trainer an der Kogakuin University in Tokio) kennen gelernt. Dabei festigte sich der Wunsch, sich einmal persönlich mit einem Schwert in der Hand austauschen zu können.

In der Trainingshalle am Künstlerhof zeigten die beiden Kendokämpfer einen Ausschnitt ihres Könnens und ernteten dafür viel Applaus. Ihre energischen Angriffe und die wuchtigen Schläge auf die Kendorüstungen waren sehr beeindruckend.

Danach führten Jens Wollmertshäuser und Michael Nokelski, beide Schüler der Lebendigen Schwertkunst, deutsches Federfechten vor. Die Feder war eine mittelalterliche Trainingswaffe, mit der vor allem Handwerksgesellen im 15. Jahrhundert gerne den Schwertkampf erlernten. Der japanische Gast zeigte sich sehr beeindruckt davon, dass die beiden ziemlich schnell und nur durch eine Fechtmaske geschützt fochten.

Gastgeber Abart zeigte mit Britta Hagmeyer einige Techniken aus mittelalterlichen Handschriften, im Besonderen sogenannte Stücke aus der Lehre des Johannes Liechtenauer. Dieser war wohl der berühmteste Fechtmeister des Mittelalters und hat sein Wissen in kryptischen Reimen überliefert. Koji Kazuma war erstaunt über die Ähnlichkeit vieler deutscher und japanischer Techniken, sah aber auch Unterschiede etwa in der Beinarbeit und Atmung.

Abart, der Liechtenauers Lehre seit über 15 Jahren erforscht, konnte nicht jede der vielen Fragen beantworten, da der Besuch viel zu schnell zu Ende ging. Prof. Kazuma musste am selben Tag noch weiter nach Helsinki. Der Austausch soll in Japan fortgesetzt werden. Eine Einladung gibt es schon.

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31.08.2016, 01:00 Uhr
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