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Der Name verpflichtet

Jakob Günthör will beim VfB Friedrichshafen sein Idol Max Günthör beerben

Günthör. Dieser Name ist beim VfB Friedrichshafen bislang eng mit dem 178-maligen Nationalspieler verbunden. Doch jetzt gibt es einen neuen Mann, der in die großen Fußstapfen seines Namensvetters treten will.

22.10.2015
  • MANUELA HARANT

Friedrichshafen Stelian Moculescu urteilt knallhart über Jakob Günthör. "Er muss noch im Kopf so hergerichtet werden, dass er ihn für seinen Körper nutzt", sagt das Trainer-Urgestein des Volleyball-Bundesligisten VfB Friedrichshafen über den 19-Jährigen, der im Sommer den Sprung in den Bundesliga-Kader geschafft hat. Was hart und nach typischer Moculescu-Schonungslosigkeit klingt, meint der Trainer nur gut: "Ich sehe ihn als ein Projekt über drei Jahre: Jakob muss von der Einstellung her ein Nationalspieler werden, dann kann er es ganz nach oben schaffen", sagt der Meister- und Pokalsiegertrainer der vergangenen Saison, und fügt hinzu: "Dabei sehe ich ihn auf einem guten Weg."

Denn die Voraussetzungen für den 19 Jahre alten 2,10-Meter-Riesen aus der Friedrichshafener Kaderschmiede, den Volley YoungStars, sind dafür perfekt: Nach dem Abschluss des Abiturs hat ihn der Champions-League-Teilnehmer mit einem Profivertrag ausgestattet, so dass sich das Riesentalent bei einem der zwei erfolgreichsten Volleyballvereine Deutschlands voll auf den Sport konzentrieren kann. Bei der Trainerumfrage zum Saisonstart am morgigen Freitag wurden neben dem VfB nur die Berlin Volleys als Meisterkandidat genannt.

"Natürlich will ich Nationalspieler werden. Auf dem Weg dahin möchte ich in diesem Jahr möglichst viele Bundesliga-Einsätze bekommen", sagt Jakob Günthör, dessen berühmter Name nicht von ungefähr kommt: Er löst den 178-maligen Nationalspieler und VfB-Legende Max Günthör, der im Sommer seine Profi-Laufbahn beendet hat und nur noch für den Drittligisten VfB Friedrichshafen II aufschlägt. Die Günthörs sind zwar nicht verwandt, doch die Parallelen sind groß: "Beide Elternteile kommen sogar aus dem gleichen Ort", sagt Jakob Günthör, ebenso wie Namensvetter Max gelernter Mittelblocker. Mit knapp 2,10 Metern überragt er den "großen" Günthör sogar um drei Zentimeter. Allerdings war Jakob erst acht Jahre alt, als sein Vorbild den internationalen Durchbruch schaffte. "Max hat mir in den letzten Jahren viele Tipps gegeben, wir sehen uns noch ab und zu", erklärt der Youngster, der sich intern im starbesetzten Mittelblock um den aktuell noch verletzten Argentinier Maximiliano Gauna und Neuzugang Marc Honore von Benfica Lissabon durchsetzen muss.

Der Umbruch im Team - acht neue Spieler stießen zum 17 Mann großen Kader - könnte dem "kleinen" Günthör aber entgegen kommen. "Ich hoffe auch, dass ich meinen Vorteil als Eigengewächs nutzen kann", sagt der langjährige Junioren-Nationalspieler.

Nach dem Weggang von Max Günthör hat Jakob einen neuen Ansprechpartner im Team gefunden: "Unser Kapitän Simon Tischer hilft mir auch von sich aus viel und gibt mir Ratschläge." Die heutige Leitfigur hat vor elf Jahren ebenfalls beim VfB Friedrichshafen unter Stelian Moculescu den Sprung in die Bundesliga geschafft und damals als 21-Jähriger "dasselbe durchgemacht", wie er selbst meint. "Stelian fordert viel von den jungen Spielern, aber der Erfolg gibt ihm recht", sagt der 210-malige Nationalspieler, der sich sicher ist, dass Moculescu sehr viel Potenzial in dem Mittelblocker sieht. "Wenn Jakob dem Trainer vertraut, kann er ein ganz Großer werden. Und dafür ist er hier an der besten Adresse."

Jakob Günthör will beim VfB Friedrichshafen sein Idol Max Günthör beerben
Ist mit knapp 2,10 Metern der Größte im Volleyball-Team des VfB Friedrichshafen: Mittelblocker Jakob Günthör. Foto: Gesa Katz

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22.10.2015, 12:00 Uhr
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