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Festspiele

Jagsthausen sucht noch einen Götz

In Dorf und Burg an der Jagst fehlt noch die wichtigste Figur, aber der Wechsel in der Intendanz ist gesichert.

16.01.2019

Von HANS GEORG FRANK

Aufbruch in ein neues Zeitalter: Eva Hosemann. Foto: Burgfest- spiele Foto: Burgfestspiele

Jagsthausen. Alexandra von Berlichingen ist voll des Lobes für den scheidenden Intendanten. Axel Schneider habe die Burgfestspiele seit 2014 bereichert mit „neuen Impulsen und vielen kreativen Ideen“. Sie nennt Kleinkinderstück ebenso wie Familienmusical und mit „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ die erste Uraufführung. Ende dieser Saison wird der Hamburger die Burg verlassen. Seine Nachfolge als künstlerische Leiterin tritt die Stellvertreterin an: Eva Hosemann, 1962 in Augsburg geboren, Jagsthausen seit 2014 verbunden. Sie möchte „die einzigartige Ausrichtung wieder stärken und in ein neues modernes Zeitalter führen“. Sie ist nach Ellen Schwiers (1984–1989, 1992–1994) die zweite Frau an der Spitze.

Ungeklärt ist noch die 41. Besetzung der Titelrolle in Goethes „Götz von Berlichingen“. Mit mehreren Schauspielern wurde gesprochen, ein Vertrag aber nicht unterzeichnet. „Wir waren nah dran, aber immer mal wieder kommen Fernsehen oder Film dazwischen“, erklärte Schneider.

Sicher ist jedoch, dass das Traditionsstück die Handschrift von Sewan Latchinian tragen wird. Der Leipziger mit armenischen Wurzeln sorgte für Schlagzeilen, weil er sich mit dem Volkstheater Rostock einen Rechtsstreit wegen seiner Entlassung lieferte, die auch der Bundesgerichtshof als rechtswidrig zurückwies.

Die Idee für die Burgfestspiele entstand 1949, die erste Aufführung des „Götz“ wurde 1950 verwirklicht. „Götz und Jagsthausen sind untrennbar verbunden“, betont Bürgermeister Roland Halter, „wir sind der einzige Spielort der Welt, wo das Originalstück am Originalschauplatz gespielt wird“. Bisher haben dem Götz 1,2?Millionen Zuschauer bei 1336 Vorstellungen zugejubelt.

Seit 1970 wurde das Angebot kontinuierlich ausgebaut, von einem zweiten Stück (1970), über das Kindertheater (1990) bis zum Musical (1990).

Heute verfügt die gemeinnützige GmbH über ein Budget von 2 Millionen Euro, dazu steuert das Land 278 000 Euro bei. Erwartet werden 40 000 Besucher, in besseren Zeiten strömten 60 000 in den Innenhof. Großen Zuspruch erhoffen sich die Macher von einer weiteren Uraufführung. Die vom Fernsehen bekannte Bäckerrivalität „Laible und Frisch“ wird für die Burg maßgeschneidert, als Akteure wirken Monika Hirschle, Simon Licht und Ulrike Barthruff mit. Hans Georg Frank

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Erstellt:
16. Januar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Januar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2019, 06:00 Uhr

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