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Heiratsstatistik

Ja, ich will später

Spät gefreit, nie gereut. Der Spruch ist bekannt. Leider lässt er offen, wann genau denn spät ist? Nach neuen Zahlen des statistischen Landesamts wird in Baden-Württemberg wieder mehr geheiratet – und immer später.

07.02.2018

Von Alfred Wiedemann

Spät gefreit, nie gereut? Die Baden-Württtemberger heiraten später. Foto: © sondem/Shutterstock.com

Ulm. Männer trauen sich mit 33,4 Jahren im Schnitt, Frauen mit 30,9. Noch Mitte der 1980er Jahren lag das Heiratsalter im Schnitt sechs Jahre niedriger.

Die Zahl der Eheschließungen lag 2016 so hoch wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Das liege vor allem daran, dass es mehr Frauen und Männer im „heiratsintensiven“ Alter zwischen 25 und 35 gibt, sagen die Statistiker. Auch Gründe für das immer spätere Heiratsalter nennen sie: Da ist die längere Ausbildungsdauer und die Tatsache, dass mehr Partner als früher zuerst mal unehelich zusammenleben, oder, wie es früher hieß, in „wilder Ehe“.

Leider bleibt ungeklärt, ob das Heiratsalter nun spät genug liegt, um nie zu bereuen. Die Zahl der Scheidungen, immerhin, geht seit ein paar Jahren – auf hohem Niveau – zurück. Abwarten, wie weit das Durchschnittsalter noch steigen muss bis zum totalen Eheglück. Es sind ja immer auch ein paar stürmische junge Leute dabei, welche die Statistik verhageln. 2016, auch das weiß das Statistikamt, gab es 41 Ehepaare im Land, die beide noch keine 20 waren. Und es gibt zudem diejenigen, die nicht als Ledige aufs Standesamt kommen. Es sind viel, viel mehr Geschiedene als Verwitwete, die noch einen Versuch wagen. Und viel, viel mehr Witwer als Witwen. Lieber spät nochmals gefreit also. Und hoffentlich auch nicht bereut.

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Erstellt:
7. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Februar 2018, 06:00 Uhr

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