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Italiens Küstenwache beschlagnahmt Sonnenschirme und Badetücher
Die erste Reihe an Italiens Stränden ist beliebt. Plätze reservieren allerdings ist verboten. Foto: dpa
Kampf dem Handtuchkrieg

Italiens Küstenwache beschlagnahmt Sonnenschirme und Badetücher

Urlauber, die sich die besten Plätze am Strand reservieren, sind nicht gern gesehen. Italien greift jetzt durch: Wer erwischt wird, muss kräftig blechen.

11.08.2016
  • BETTINA GABBE

Livorno. Am schönsten wäre es am Strand ganz allein, am zweitschönsten in der ersten Reihe nah am Wasser. Deshalb pflanzen Urlauber in Italien seit Jahren über Nacht oder am frühen Morgen ihre Sonnenschirme auf oder legen Badetücher aus, um die besten Plätze zu besetzen. Das kann jetzt teuer werden, denn die Besetzung des in Staatseigentum befindlichen Bodens per Handtuch kostet 200 Euro.

Um Chancengleichheit auch für Spätaufsteher und Urlauber zu schaffen, die ihre Sachen nicht über Nacht am Strand lassen, geht die Küstenwache in diesem Sommer rabiat gegen die Besetzer vor. Von der Toskana über Sardinien bis nach Kalabrien hat sie Schirme, Liegen, Stühle, Tücher und sogar Bikinis und Badeanzüge beschlagnahmt. Wer seine Urlaubsutensilien wieder haben möchte, muss ein Bußgeld von 200 Euro zahlen.

Viele Strandabschnitte verpachten die Gemeinden ohnehin an Hotels oder Badeanstalten. Die öffentlichen Strände sollen daher tatsächlich für alle zugänglich sein.

Mit der Operation „Mare sicuro“, sicheres Meer, sollen Badende vor einer Reihe von Gefahren geschützt werden, auch vor Motorbooten oder vor der illegalen Einleitung von Abwasser. Aber eben auch vor den so genannten „furbetti dell‘ombrellone“, den Schlaumeiern des Sonnenschirms.

„Wir intervenieren gegen eine Gesetzesübertretung, die eine weit verbreitete Unsitte ist. Diese zeugt von Respektlosigkeit vor Urlaubern, die die Regeln einhalten“, erklärt die Küstenwache ihr hartes Vorgehen. Denn vor 8.30 Uhr darf vielerorts niemand den Strand betreten, geschweige denn dort seine Badesachen ablegen.

Die Küstenwache solle lieber die nicht weniger verbreitete Unsitte ahnden, Müll am Strand liegen zu lassen, finden viele Urlauber. Freie Strände sind zwar nicht wie die vielen Badeanstalten mit mehreren Reihen von Schirmen und Liegen gepflastert, die es zu mieten gilt. Dafür liegt dort jede Menge Abfall herum.

Um den neuen Regeln Nachdruck zu verleihen, hat die Küstenwache vor wenigen Tagen in Roseto Capo Spulico in Kalabrien am Fuß der malerisch den Ort beherrschenden mittelalterlichen Burg 200 Sonnenschirme und Liegen eingesammelt. Siebzig Schirme und fünfzig Liegen traf es dagegen in Ascea südlich von Neapel. In Livorno in der Toskana waren es nur 37 Liegen und Stühle, 30 Schirme und mehrere Badetücher auf einem Strandabschnitt von hundert Metern.

Das Nachsehen angesichts so viel Ordnungssinn könnten Frühaufsteher haben, die gern vor dem Frühstück in den Fluten des Mittelmeers ein Bad nehmen, und das Handtuch deshalb nur zum Abtrocknen auf dem Strand ablegen. Da ist beim Gesetzeshüter in Form der Küstenwache, die dem Verteidigungsministerium untersteht, italienische Flexibilität gefragt.

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11.08.2016, 06:00 Uhr
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