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Politische Verstimmung

Italien ermittelt gegen Erdogans Sohn

Italien ermittelt gegen den Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der Vorwurf: Geldwäsche. Das sorgt für politische Verstimmung.

04.08.2016
  • BETTINA GABBE

Rom. Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat mit ungewöhnlicher Schärfe auf Kritik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an der italienischen Justiz reagiert. Ermittlungen in Bologna gegen Erdogans Sohn drohen die engen Beziehungen beider Länder schwer zu belasten.

Die Staatsanwaltschaft Bologna ermittelt wegen des Verdachts auf Geldwäsche gegen den 35-jährigen Bilal Erdogan. Um sich einer möglichen Verhaftung in Italien zu entziehen, kehrte dieser im März in die Türkei zurück, obwohl er in Bologna an einer Privatuniversität einen Masterkurs über internationale Beziehungen besuchte.

„Diese Geschichte kann unsere Beziehungen zu Italien gefährden“, sagte der türkische Präsident dem italienischen Staatsfernsehen RAI. „Mein Sohn ist ein ausgezeichneter Mensch.“ Italien solle sich eher um die Mafia kümmern als um ihn. Die Antwort des italienischen Ministerpräsidenten und der italienischen Justiz ließ daraufhin an Klarheit nichts zu wünschen übrig. „Die Richter unterstehen der Verfassung und nicht dem türkischen Präsidenten“, betonte Renzi. „Das nennt sich bei uns Rechtsstaat und wir sind stolz darauf.“

Der Vize-Präsident des italienischen Richterrats, Giovanni Legnini, nannte Erdogans Äußerungen „inakzeptabel“. Richter und Staatsanwälte riskierten im Kampf gegen die Mafia ihr Leben. „Die Türkei müsste dagegen der internationalen Gemeinschaft Garantien für die Achtung der Prinzipien der Autonomie und der Unabhängigkeit von Richtern und Staatsanwälten geben.“

Die Ermittlungen gegen Bilal Erdogan gehen auf die Anzeige eines im französischen Exil lebenden oppositionellen türkischen Unternehmers zurück. Demzufolge soll der Sohn Erdogans versucht haben, Schmiergelder aus Ölgeschäften zu waschen. In der Türkei wurden entsprechende Ermittlungen nach Versetzungen von Staatsanwälten und Polizisten gestoppt.

Erdogans dritter Sohn verließ Italien offiziell „aus Sicherheitsgründen“. Die Frist für die Ermittlungen gegen ihn wurde vor wenigen Tagen verlängert. Bislang gab die Kontrolle von Kontobewegungen und die Anruflisten italienischer Telefonnummern keine Hinweise auf illegale Aktivitäten.

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04.08.2016, 06:00 Uhr
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