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Islamischer Religionsunterricht: Warten auf Gespräche
Ein Junge liest während des islamischen Religionsunterrichts in einem Schulbuch. Foto: Oliver Berg/Archiv dpa/lsw
Stuttgart

Islamischer Religionsunterricht: Warten auf Gespräche

Der Verband Islamischer Kulturzentren hat zurückhaltend auf die Pläne der Landesregierung zur Neuorganisation des islamischen Religionsunterrichts reagiert.

18.07.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. Landeschef Yavuz Kazanc sagte am Mittwoch: «Im Moment können wir dazu nicht viel sagen.» Der Verband habe von den Plänen aus der Presse erfahren - Gespräche mit der grün-schwarzen Landesregierung stünden erst noch an. Die Regierung will nach neuesten Überlegungen den Modellversuch islamischer Religionsunterricht in einen regulären Unterricht überführen und dafür eine bundesweit einzigartige Stiftung gründen.

In Deutschland wird Religionsunterricht eigentlich von den Religionsgemeinschaften und nicht vom Staat erteilt. Damit der islamische Religionsunterricht zum Regelunterricht werden kann, braucht der Staat einen verbindlichen Ansprechpartner, der als Träger des Unterrichts unter staatlicher Aufsicht fungieren kann. Die Regierung will eine Stiftung des öffentlichen Rechts als Schulrat einrichten, weil sie in den Verbänden keinen einheitlichen Ansprechpartner sieht. Der islamische Religionsunterricht soll zum Schuljahr 2019/2020 in Baden-Württemberg regulärer erteilt werden.

Im laufenden Schuljahr 2017/2018 nehmen fast 6100 Schüler an 93 Schulen am islamischen Religionsunterricht sunnitischer Prägung teil.

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18.07.2018, 17:26 Uhr | geändert: 18.07.2018, 17:20 Uhr
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