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Kunst als Offenbarung

Irene Widmann wurde gestern 90

Die Reutlinger Künstlerin Irene Widmann wurde gestern 90 Jahre alt. Noch im März stellte die bedeutende Malerin im Ugge-Bärtle-Haus aus.

03.12.2009

Reutlingen. Irene Widmann ist eine außergewöhnliche Frau. 1919 in Reutlingen geboren und dort auch aufgewachsen, stand ihr Berufswunsch früh fest: Künstlerin. Gradlinig und selbstbewusst verfolgte sie dieses Ziel. Mit 17 Jahren begann sie ein Studium an der Kunstgewerbeschule Stuttgart Weißenhof. Bei der Weltausstellung 1937 in Paris sah sie Arbeiten von Bonnard, Matisse und Picasso. Die Werke der modernen Maler waren für sie wie eine Offenbarung. „Als erstes Mädchen? wurde sie in der Außenstelle Kronenburg der Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen, später studierte sie in Wien. Im letzten Kriegsjahr legte eine Bombe ihr Elternhaus mit der ganzen Familiengeschichte und ihren Bildern in Schutt und Asche. Doch nach dem Krieg fing sie unbeirrt neu an, gründete mit HAP Grieshaber, Erich Mönch und Ugge Bärtle die Künstlervereinigung „Ellipse?. 1959 heiratete sie den Reutlinger Schriftsteller Gerd Gaiser. Mit der selben Konsequenz mit der sie zuvor ihre Karriere verfolgte, lebte sie nun ihre „Familienphase?. Nach Gaisers Tod 1976 nahm die Malerei aber rasch wieder den wichtigsten Platz in ihrem Leben ein. Mit neuer Vitalität malte bis ins hohe Alter. Als im März im Ugge-Bärtle-Haus Gemälde und Zeichnungen von ihr ausgestellt wurden, bedauerte die Künstlerin, dass man sich in Reutlingen kaum für ihre Malerei interessiere. Anlässlich ihres runden Geburtstags machte das Reutlinger Kunstmuseum Spendhaus nun ihr Gemälde „Ahne mit Kind? zum „Bild des Monats?.uk

Dieses Bild von Irene Widmann entstand im März 2009 als sie im Ugge-Bärtle-Haus ausstellte. Bild: Sommer

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Erstellt:
3. Dezember 2009, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Dezember 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Dezember 2009, 12:00 Uhr

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