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Regierung erfüllt wesentlichen Teil des Atomabkommens

Iran verzichtet auf Uran

Die iranische Regierung macht offenbar Ernst: Der Abtransport angereicherten Urans gehört zu den wichtigsten Punkten des Atomabkommens. Bald könnten die Sanktionen des Westens enden.

30.12.2015
  • DPA

Teheran/Washington/Moskau. Die USA und Russland haben den Abtransport niedrig angereicherten Urans aus dem Iran als wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Atomabkommens gelobt. "Damit wird der zentrale und aufwendigste Teil des Handlungsplans erfüllt", erklärte das russische Außenministerium. Alle Unterzeichner des Abkommens sollten nun den "notwendigen Eifer" an den Tag legen, um es vollständig zu verwirklichen. US-Außenminister John Kerry sagte, der Abtransport sei einer der bedeutendsten Schritte, den der Iran unternommen habe. Der Vizepräsident des Iran, Ali Akbar Salehi, hatte erklärt, der Abtransport sei abgeschlossen. Neun Tonnen niedrig angereicherten Urans seien auf dem Seeweg unterwegs nach Russland. Kerry sprach von mehr als elf Tonnen Uran.

Der Abtransport war neben der Reduzierung der Zahl der Zentrifugen zur Urananreicherung eine der wichtigsten Verpflichtungen des Iran im Atomabkommen mit dem Westen vom 14. Juli 2015. Nach Angaben des norwegischen Außenministeriums überwachten norwegische Atomexperten die Verschiffung des Materials am Sonntag. Außenminister Børge Brende sagte, die Reduzierung der Menge niedrig angereicherten Urans sei ein Schlüsselbestandteil des Abkommens. Es sei wichtig sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln könne. Im Gegenzug wird der Iran 137 Tonnen "Yellowcake" aus Russland importieren. Das Pulver aus Uranverbindungen dient als Ausgangsstoff zur Herstellung von Brennelementen für die zivile Nutzung in Atomreaktoren. Norwegen beteiligt sich mit sechs Millionen US-Dollar (knapp 5,5 Millionen Euro) an den Material- und Transportkosten des "Yellowcake", das aus Kasachstan ebenfalls per Schiff in den Iran geschickt wird.

Der Iran hatte sich im Juli mit der sogenannten 5+1-Gruppe (die vier UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) auf eine deutliche Beschränkung seines umstrittenen Atomprogramms geeinigt. Damit soll die Sorge der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut und dem Land zugleich die friedliche Nutzung der Atomenergie ermöglicht werden. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran enden, womit im Februar 2016 gerechnet wird.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien wollte sich nicht aktuell zu den Berichten über den Urantransport äußern. Sie gibt Einschätzungen normalerweise in größeren Abständen ab. Der IAEA kommt die zentrale Aufgabe zu, in den kommenden 10 bis 25 Jahren regelmäßig zu überprüfen, ob die Regierung in Teheran sich an sämtliche Bestimmungen des Atomabkommens hält.

Nach Einschätzung der IAEA wird der Iran angesichts der äußerst strengen Kontrollen kaum heimlich gegen das Abkommen verstoßen können. IAEA-Chef Yukiya Amano ist zuversichtlich, dass seine Experten die Einhaltung lückenlos überwachen können: "Wenn sie versuchen, etwas zu verstecken, werden wir normalerweise irgendwo Hinweise dafür finden und anfangen, Fragen zu stellen."

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30.12.2015, 08:30 Uhr
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