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Konflikt

Iran: USA antworten mit Cyberkrieg und Sanktionen

US-Präsident Trump kündigt weitere wirtschaftliche Strafmaßnahmen an. Teheran warnt vor einem unkontrollierbaren Krieg in der Golfregion.

24.06.2019

Von DPA

Im eskalierenden Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump neue Sanktionen gegen das Land angekündigt. An diesem Montag würden „bedeutende zusätzliche Sanktionen“ verkündet, schrieb Trump auf Twitter. Er stellte zugleich in Aussicht, die Strafmaßnahmen wieder außer Kraft zu setzen – dafür müsste sich die Führung in Teheran dauerhaft dazu verpflichten, keine Atombombe zu bauen. Auch die militärische Option sei „immer auf dem Tisch, bis wir das gelöst bekommen“.

Ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden warnte die USA und ihre Verbündeten vor den Folgen eines neuen Golfkrieges. „Falls ein Krieg in der Region ausbrechen sollte, würde alles außer Kontrolle geraten, und kein Land könnte dessen Ausmaß und Dauer mehr in den Griff bekommen“, sagte General Gholam-Ali Raschid.

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatten sich Ende vergangener Woche gefährlich zugespitzt. Der Iran schoss am Donnerstag eine Aufklärungsdrohne ab, die nach Angaben aus Teheran den Luftraum des Landes verletzt hatte. Nach US-Angaben flog das unbemannte Flugzeug dagegen in internationalem Luftraum. Die USA bereiteten danach einen Gegenschlag vor, den Trump nach seinen Worten nur Minuten zuvor stoppte.

US-Streitkräfte führten unterdessen nach einem Medienbericht mit Trumps Genehmigung einen Cyber-Angriff gegen den Iran aus. Die „Washington Post“ berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, der Angriff habe Computersystemen des Militärs gegolten, die zum Abschuss und zur Kontrolle von Raketen genutzt würden. Der Angriff durch das Cyber-Kommando der US-Streitkräfte habe aber nicht zu Opfern geführt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel warb für eine friedliche Lösung. „Ich sage, dass das nicht nur eine Hoffnung sein darf, sondern dass da mit allergrößter Ernsthaftigkeit dafür gearbeitet werden muss“, sagte sie beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Die USA beantragten eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats. dpa

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Erstellt:
24. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2019, 06:00 Uhr

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