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Polizei

Interview: "Die Reform war überfällig"

Der Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Rüdiger Seidenspinner, klagt über Personalnot. Aber er weiß: Man muss der Reform eine Chance geben.

19.02.2016

Von FABIAN ZIEHE

Polizeigewerkschaftler Rüdiger Seidenspinner fordert Geduld bei der Umsetzung der Reform. Foto:dpa

Ein Ziel der Polizeireform war, mehr Polizisten auf die Straße zu bekommen. Hat das geklappt?

RÜDIGER SEIDENSPINNER: Man ist dem Ziel theoretisch sehr nahe gekommen, es sind tatsächlich auf den Dienststellen neue Leute eingetroffen. Aber es sind auch Kollegen in Pension gegangen oder zu anderen Dienststellen gewechselt. Somit haben wir noch nicht das Mehr, das wir brauchen.

Hat Grün-Rot den richtigen Weg mit der Reform eingeschlagen?

SEIDENSPINNER: Die Polizeireform war überfällig. Da musste was geschehen. Ob man die Reform so hat durchführen müssen? Erst in ein paar Jahren wird sich zeigen, ob das der richtige Weg war.

Was ist gut gelaufen?

SEIDENSPINNER: Gut gelaufen ist die Einrichtung des Kriminaldauerdienstes. Das ist ein Dienst, der rund um die Uhr da ist. Die Kollegen müssen nicht mehr so viele Bereitschaftsdienste leisten. An anderes wird man sich gewöhnen müssen. Es gibt neue Strukturen, es gibt neue Informationswege, das muss sich alles erst richtig einspielen.

Wo hakt es noch?

SEIDENSPINNER: Es hakt zum Beispiel noch bei der Verkehrsunfallaufnahme. Da haben wir ein personelles Problem: Ich kann einen Rund-um-die-Uhr-Dienst nicht einrichten, wenn ich das Personal noch nicht habe. Das ist eines der großen Hemmnisse. Aber man muss - und das sagen wir schon von Anfang an - der Polizei Zeit lassen, in die neuen Strukturen rein zu kommen.

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Erstellt:
19. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
19. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2016, 08:30 Uhr

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