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International gefeierte Pyrotechniker zünden in Ostfildern hollywoodreife Feuerwerke
Da kann Silvester einpacken: Am Himmel über Ostfildern wurden am Wochenende gleich drei Feuerwerke der Extraklasse gezündet. Foto: Ferdinando Iannone
Raketen stürmen den Nachthimmel

International gefeierte Pyrotechniker zünden in Ostfildern hollywoodreife Feuerwerke

Wenn's am Himmel bunt wird, geht das vielen ans Herz. Kein Wunder, dass zu den „Flammenden Sternen“ wieder scharenweise Besucher pilgerten.

22.08.2016
  • TILMAN BAUR

Ostfildern. Um 22.10 Uhr ist der Regen vergessen. Vereinzelte, aber dicke, kalte Tropfen haben das Veranstaltungsgelände der „Flammenden Sterne“ in Ostfildern (Landkreis Esslingen) noch Minuten zuvor heimgesucht. Die Besucher haben sich Regencapes überzogen, drängen sich unter den wenigen mitgebrachten Regenschirmen. Doch als das Feuerwerk „Straight to the Heart“ der tschechischen Pyrotechniker einsetzt, kümmert sich niemand mehr ums Wetter. Zu hollywoodreifen Klangkompositionen stürmen Raketen in allen erdenklichen Variationen den Nachthimmel.

Hollywoodreif ist nicht nur die Musik. Das tschechische Unternehmen „Flash Barrandov Special Effects“, das das Spektakel am Freitag verantwortet, hat seine Pyro-Artistik tatsächlich schon in einigen Hollywoodstreifen unter Beweis gestellt: „Mission Impossible“ oder „Die Bourne Identität“ gehören zu den namhaftesten. Chef-Pyrotechniker Jaroslav Stolba hatte kurz vor Beginn der Show nichts weniger angekündigt als ein Feuerwerk aus „Gefühl, Humor, Erotik, und Esoterik“, das „straight to the heart“, also direkt in die Herzen der Zuschauer gehen solle. Ob diese all das in den leuchtenden Choreografien erkennen? Begeistert sind sie allemal, der tosende Applaus spricht Bände. Eine halbe Stunde dauert das bombastische, auf die Musik abgestimmte Feuerwerk. Es ist in mehrere Kapitel eingeteilt, die Musik wechselt immer wieder, mal gefühlvoll, mal dynamisch. „Wie man sieht, kann man Dynamit auch anders einsetzen als so, wie wir es in den letzten Monaten gesehen haben“, philosophiert Jaroslav Stolba, nachdem die letzten Raketen im Himmel verpufft sind.

Dem Feuerwerk ging eine halbstündige Lasershow voraus. Das dreitägige Festival (siehe auch Infokasten) selbst war schon Stunden vorher gestartet. Bereits gegen 19.30 Uhr suchten Besucher vergeblich nach einem kleinen Flecken Wiese, auf dem sie ihre Picknickdecken hätten ausbreiten können. Die besten Plätze waren da schon längst vergeben. Ringsum wimmelte es von Campingstühlen, Decken und Lampions.

„Wenn ich von hier oben ins gut gefüllte Veranstaltungsgelände schaue, bestärkt mich das in der Entscheidung, die wir getroffen haben“, sagt Rainer Lechner, Finanzbürgermeister Ostfilderns und Schirmherr der Veranstaltung. Damit meint er die Entscheidung, die „Flammenden Sterne“ fest als jährliche Veranstaltung zu installieren. Zum 14. Mal fand sie in diesem Jahr statt. Die Idee war anlässlich der Landesgartenschau im Jahr 2002 entstanden, zu deren Abschluss ein großes Feuerwerk stattgefunden hatte. „Heute gehören die ,Flammenden Sterne‘ zu den bedeutendsten Feuerwerksveranstaltungen in Europa“, stellt Lechner stolz fest.

Das Lichter-Event bietet aber mehr als Feuerwerke. Die Atmosphäre im Stadtteil Scharnhauser Park changiert zwischen Rockfestival und Campingplatz. Alle Altersklassen sind vertreten, junge Pärchen schlendern übers Gelände, Großeltern haben ihre Enkel an der Hand. Für Stimmung sorgen zwei Bühnen mit Live-Bands. In einem anderen Bereich spielt ein DJ elektronische Musik, während sich eine überdimensionale Disko-Kugel vor dem Nachthimmel dreht. Große, bunte Leuchtskulpturen entwickeln sich zum beliebten Ort für „Selfies“, und am oberen Ende des Festivalgeländes stehen Kinder vor einem Riesenrad, dem „Caesar's Wheel“, Schlange.

Zwischendrin gibt es allerlei Möglichkeiten, Geld auszugeben. Ob Mandelgebäck, Sonnenbrillen oder -hüte, Stricksocken, Glitzer-Tatoos, Dufthölzer, bestickte Baseballcaps, Kunstschmuck, Armbänder, Gourmetspeisesalze, Crêpes oder Demeter-Marmelade: Wären die „Flammenden Sterne“ nur ein Jahrmarkt, bliebe auch nichts zu wünschen übrig. Die meisten Besucher begnügen sich am Freitag mit Hausmannskost – rote Bratwürste, „Dinnete“ oder Pommes Frites – während sie den Abend genießen.

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22.08.2016, 06:00 Uhr
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