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Videoüberwachung

Intelligente Software?

Wie soll die in Mannheim geplante „intelligente Videoauswertung“ überhaupt funktionieren? Welche Situationen kann sie erkennen, welche eher nicht? Und wie läuft das technisch?

06.12.2017
  • AXEL HABERMEHL

Einige Fragen und Antworten:

Wie läuft der Versuch? Bisher hängt keine der geplanten rund 70 Kameras. Abgeschlossen ist nur eine Vorab-Studie des Karlsruher Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB. Die Wissenschaftler haben einen Entwurf für eine Kameraplanung angefertigt und Empfehlungen für geeignete technische Produkte abgegeben.

Was schlägt das IOSB vor? Für's erste ein doppeltes System. Eduardo Monari von der Abteilung Videoauswertesysteme des IOSB spricht von „zwei Arbeitsplätzen“, also Videowänden, auf denen die Bilder der rund 70 Kameras laufen sollen. An dem einen Arbeitsplatz sichtet ein Polizist die Szenen, an dem anderen läuft im Testbetrieb ein Algorithmus, der Alarm geben soll, wenn er eine Auffälligkeit erkennt.

Was könnte das sein? „Viel läuft auf Aktivität hinaus“, sagt Monari. Gewalt, aggressives, hektisches Verhalten, sich unüblich benehmende Gruppen, plötzliche Menschenansammlungen oder massenhafte Flucht. Einen Koffer zu detektieren, den jemand abstellt, der sich dann entfernt – Verdacht: Bombenleger –, ist in Mannheim nicht geplant.

Was ist mit Taschendieben? Monari ist skeptisch. „Solche Leute arbeiten ja gerade so, dass man es nicht sieht. Dann bemerkt es auch die Software nicht.“ Wohl aber könne eine intelligente Analysesoftware nachträglich Aufzeichnungen sichten, wenn unentdeckte Straftaten angezeigt wurden.

Woher weiß die Software, wann sie Alarm schlagen soll? Sie soll es lernen. Möglich sei es, Örtlichkeiten über Wochen zu filmen, um zu wissen, was hier übliches Verhalten ist. Dann könne man Algorithmen schreiben, die Auffälligkeiten erkennen.

Gibt es eine vollautomatische Überwachung? Monari vom Fraunhofer-Institut sagt nein: „Es wird immer ein Mensch am Arbeitsplatz sitzen. Die Software kann nur einen Hinweis geben auf ein möglicherweise relevantes Geschehen.“ So erleichtere sie den sichtenden Polizisten die Arbeit, die ansonsten Gefahr liefen, „in der Videoflut zu ertrinken“.

Axel Habermehl

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06.12.2017, 06:00 Uhr
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