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Medikamente für Nordirak

Institut für Katastrophenmedizin bringt Lieferung auf den Weg

Eine Hilfslieferung mit Medikamenten soll in drei Wochen auf den Weg in den Nordirak gebracht werden. Die Stiftung des Deutschen Instituts für Kata strophenmedizin in Kilchberg will damit die medizinische Versorgung in den Flüchtlingscamps unterstützen.

06.10.2015
  • Angelika Bachmann

Tübingen. Kilometerweit reiht sich ein Zelt an das andere: Die Flüchtlingscamps in Nordirak sind auf bis zu 20.000 Einwohner angewachsen. Viele Flüchtlinge brauchen außer dem Dach über dem Kopf und Nahrungsmitteln auch Medikamente. Doch die Flüchtlingswelle bringt die Regierung der Autonomen Region Kurdistan an die Grenzen des Leistbaren.

Matthias Rekowski vom Deutschen Institut für Katastrophenmedizin in Kilchberg war im Dezember 2014 und diesen Mai im Nordirak, wo er Flüchtlingscamps aber auch Krankenstationen in den Städten besucht hat und bizarre Situationen erlebt hat: Eine Kinderärztin, die in ihrem Sprechzimmer außer einem Schreibtisch nichts zur Verfügung hatte – keine Schmerzmittel, keine Antibiotika, keine sonstigen Medikamente.

Um die Regierung im Nordirak und die Flüchtlinge zu unterstützen, hat das Kilchberger Institut, dessen Stiftung die Aktion finanziell unterstützt, ein Projektteam gegründet. Diesem gehören neben den Katastrophenmedizinern die TOS Dienste International und das Medikamentenhilfswerk Aktion Medeor angehören. Sie arbeiten mit der Gesundheitsbehörde im Nordirak zusammen, um die dortige medizinische Infrastruktur zu stüzten.

Die Gesundheitsbehörden und -einrichtungen vor Ort seien ausgezeichnet organisiert, berichtet Sabine Schwarz von den TOS Diensten, die das Projekt betreut. Die Hilfe sei aber dringend nötig, da aufgrund fehlender Finanzierung und Ausstattung viele bereits bestehenden Gesundheitsstationen ihre Dienste reduzieren mussten.

In etwa drei Wochen soll das Budget für die Medikamentenlieferung stehen. Bislang werden 30 000 Euro anvisiert. Da sei aber noch „Luft nach oben“, sagt Rekowski, der noch auf zusätzliche Spender hofft. Zusammen mit dem Stuttgarter Arzt und Notfallmediziner Dr. Johannes Schad werde dann die Bedarfsliste gesichtet, die die Partner im Nordirak zusammengestellt haben. Schad war bereits 2011 für ein halbes Jahr mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes im Nordirak.

Gebraucht werde dort keine high-end-Medizin sondern vor allem Medikamente für die Basisversorgung, sagt Schad: Antibiotika, Medikamente für Diabetiker oder gegen Bluthochdruck. Nach Jahren des Bürgerkriegs sind viele Patienten mit chronischen Erkrankungen latent unterversorgt.

Info: Weitere Informationen unter www.stiftung-katastrophenmedizin.de/nothilfe-nordirak. Spendenkonto: TOS Dienste International, Stichwort: „Nordirak“, IBAN: DE58 860 205 000 003 522 000

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06.10.2015, 12:00 Uhr
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